Acht Jahre alt war Stefanie Siegenthaler, als sie 2006 erstmals am ZO-Cup (siehe Box unten) in Uster teilnahm. Und damals dachte die Bertschikerin wohl nicht, dass sie dereinst als Teamleaderin des Schweizer Nationalkaders ins Buchholz zurückkehren würde.
Genau das tut Siegenthaler nun am Samstag – und es ist für die 24-Jährige gleich in mehrfacher Hinsicht der Start in eine andere Ära. Zwar ist sie schon seit letztem Oktober und dem Rücktritt von Giulia Steingruber die erfahrenste Schweizer Kunstturnerin und hat als Teamleaderin an der WM mit der Qualifikation für den Mehrkampf-Final überrascht.
Aber der richtige Neubeginn bei den Schweizer Kunstturnerinnen findet erst jetzt statt. Denn unterdessen ist Wendy Bruce-Martin nicht mehr nur Interims-, sondern Cheftrainerin. Und die Trainercrew wurde erst diese Woche komplettiert. «Uster ist der erste Wettkampf, in dem wir uns der kompletten neuen Crew präsentieren können», sagt Siegenthaler deshalb.
Die Cheftrainerin, die mit sich reden lässt
Die Bertschikerin zeichnet ein durchweg positives Bild von der Zusammenarbeit mit Bruce-Martin. Die Cheftrainerin und die Teamleaderin tauschen sich regelmässig aus, jeden Montag sitzen sie zusammen. «Es ist wirklich ein Austausch und nicht einseitig», sagt die Bertschikerin. Sie ist froh, mit der Amerikanerin eine Bezugsperson zu haben, mit der sie «sehr gut reden» kann und die auch auf psychologische und mentale Aspekte grossen Wert legt.

