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Sport

Mit dem Velo auf Torejagd

Erst seit wenigen Jahren betreibt der RV Wetzikon eine Radball-Abteilung. Die jungen Oberländer Levin Reist, Roman Graf und Ivo Steiger gehören zu den Aushängeschildern.

Auf einem 7 mal 14 Meter grossen Spielfeld duellieren sich die Teams. Jeweils zweimal sechs Minuten lang. Spektakulär und technisch beeindruckend sieht es aus, was die sechs Radball-Teams aus der Schweiz, Österreich und Frankreich im Rahmen des Nachwuchs-Dreiländerkampfs am Samstag im Wetziker Walenbach zeigen. 

Zum Team Schweiz 2 gehören Roman Graf aus Wetzikon, Levin Reist aus Uster und Ivo Steiger aus Dürnten. Reist und Graf sind beide knapp 17 Jahre alt und frönen dem Radballsport mit Begeisterung. Steiger ist erst 15, ist dem Team jedoch eine wichtige Unterstützung, als Elektroinstallateur-Lehrling Reist verletzungshalber pausieren muss.

«Radball ist ein einzigartiger Sport und wird nicht von Massen betrieben», sagt Reist. Er habe unzählige Trainingsstunden absolviert, um sich das Radball-«Handwerk» anzueignen –insbesondere das Rückwärtsfahren ist für ihn anfänglich eine Herausforderung gewesen. Auf dem Spielfeld, das vorzugsweise ein Parkettboden ist, sehen die Manöver der Sportler für den Beobachter relativ einfach aus. Doch mit dem Vorderrad einen rund 600 Gramm schweren Ball zu führen, gar zu dribbeln, zu passen und letztlich auch noch sehenswerte Hochecktore zu schiessen, verdient Anerkennung.

Und bremsen können die Radakrobaten auch noch, obwohl sie über keine mechanischen Bremsen verfügen: Zum Stillstand kommt ein Velo, wenn im Starrlauf Druck gleich auf ­beide Pedale ausgeübt wird.

Fussball zieht für einmal den Kürzeren

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Ihr Michael Kaspar, Chefredaktor

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