Sie macht aus den Ambitionen kein Geheimnis. «Wir haben das Potenzial für die Finalrunde», sagt Ruth Jud, die langjährige Trainerin der Ustermer Erstliga-Frauen. Doch es sollte nicht sein.
Nach einer durchwachsenen ersten Meisterschaftsphase musste sich der TVU mit Platz 3 begnügen und damit Glattal/Limmattal und ATV/KV Basel den Vorzug lassen. «Die Enttäuschung war gross – es war unser klares Ziel, um den Aufstieg mitzuspielen», sagt Jud.
Sechs Teams kämpften anschliessend offiziell um den Platz in der SPL2. In der Praxis waren es aber nur deren vier, weil die SG Muotathal/Mythen Shooters und Willisau im Vorfeld schon öffentlich von einem möglichen Aufstieg absahen. «Es ist doch schlimm, dass da Klubs ohne Ambitionen mitspielen dürfen», bringt Jud wenig Verständnis für die Modalitäten entgegen.
Wie auch immer: Den Ustermerinnen blieb nur die Abstiegsrunde, die für sie nicht mehr als eine Pflichtaufgabe war. Vor Wochenfrist wurde diese mit einem hohen Sieg auf Platz 1 abgeschlossen. Es war allerdings nicht die erste Teilnahme.
Seit der Relegation aus der SPL2 gelang erst einmal die Qualifikation zur Finalrunde. Zwei Corona-bedingte Saisonabbrüche spielten dem TVU allerdings auch nicht in die Karten. Gerade 2021 war das Team mit einer Erfolgsserie fulminant gestartet – ehe es gestoppt wurde.

