Bezirk Hinwil

Bezirk Pfäffikon

Bezirk Uster

Tösstal

Themen

Specials

Services

ZO Portale

Abo

Sport

Deshalb baut Meister FCZ auf Stephan Seiler

Stephan Seiler kam beim FC Zürich in der Meistersaison nur selten zum Einsatz. Für Sportchef Marinko Jurendic bringt der Wetziker trotzdem alle Voraussetzungen mit, um sich in der Super League zu etablieren.

Stephan Seiler spielte in St. ​Gallen erstmals von Anfang an.

Foto: Keystone

Deshalb baut Meister FCZ auf Stephan Seiler

Magere 71 Minuten stand er bis Samstag auf dem Feld – verteilt auf fünf Spiele. Stephan Seiler spielte damit in seiner dritten Saison im Kreis der Super-League-Profis des FC Zürich deutlich am wenigsten – und dies ausgerechnet im Meisterjahr.

In den beiden Spielzeiten davor hatte der Wetziker noch 15  und 8 Partien bestritten. Der Verein baut trotzdem auf den 21-Jährigen: Unlängst wurde sein Vertrag bis 2024 verlängert. 

Eine erste Bestätigung für das Vertrauen erhielt Seiler beim 2:1-Sieg gegen St. ​Gallen, wo er beim frischgebackenen Meister erstmals über die volle Distanz auf dem Rasen stand.

«Stephan hat ein tolles Spiel gemacht», freut sich FCZ-Sportchef Marinko Jurendic. Er verfolgt den Weg des Oberländer Mittelfeldspielers schon über längere Zeit.

Marinko Jurendic, bereits seit 2012 spielt Stephan Seiler für den FCZ. Wie ordnen Sie seine Qualitäten ein?
Marinko Jurendic: Stephan ist dank seiner Zuverlässigkeit und Spielintelligenz ein variabel einsetzbarer zentraler Mittelfeldspieler, der sowohl auf der Sechser- wie auch auf der Achterposi­tion spielen kann. Man kann ihn auch als typischen Box-to-Box-Fussballer bezeichnen. Stephan besitzt alle Voraussetzungen, 
zu einem bestandenen Super-League-Spieler zu wachsen.

Dennoch hatte er in dieser Saison, frei von Verletzungen, weitgehend nur eine Nebenrolle inne. Weshalb?
Wir haben seit Saisonbeginn mehr Breite im Kader geschaffen. Der Konkurrenzkampf ist dadurch deutlich grösser. Dazu kam, dass Stephan ab Dezember die Sportler-RS absolvierte. Das war – auch wenn diese sehr gut organisiert ist – eine Zusatzbelastung.

In den beiden letzten Meisterschaften kam Seiler aber zu 449  und 278 Minuten – also deutlich mehr ​…
Stephan hatte in der vergangenen Saison, im Vergleich zur ­aktuellen, tatsächlich verhältnismässig viele Einsätze. Und er machte dies auch ordentlich. Die persönliche Krönung war sicher das letzte Saisonspiel gegen Vaduz, als ihm sogar ein Tor gelang. Doch es war eben auch eine andere Ausgangslage, wir spielten damals sogar gegen den Abstieg.

Er dürfte trotzdem auf mehr Einsatzzeit gehofft haben.
Sicher, jeder Spieler will spielen. Doch Stephan war in seiner Karriere öfters ein Spieler, der ­kleine Schritte in der Entwicklung gemacht hat. Er hat beispielsweise im ersten Halbjahr im U21-Team, wo ich ihn trainierte, kaum gespielt wegen grosser Konkurrenz. Und dann ging es schnell. Dank seinem Willen und seiner starken Persönlichkeit war er im Verlauf der Rückrunde bereits Captain und erhielt danach seinen ersten Profivertrag. 

Der FC Zürich steht als Meister fest. Das ist eine Chance für Seiler zu mehr Einsatzzeit – so, wie jetzt im Auswärtsspiel in St. ​Gallen.
Verdient hat er es auf jeden Fall. Stephan hat sich seit Beginn der Saison kontinuierlich gesteigert, und die Entwicklung zeigt weiter nach oben. 

«Ich hoffe, dass er sich im Team etablieren wird.»

Sein Vertrag wurde um zwei Jahre verlängert. Wenn er aber weiterhin nicht regelmässig spielt – könnte da eine Ausleihe zu einem anderen Klub zum Thema werden?
Wir planen mit ihm im Kader für die kommende Saison. Er wird also wie alle anderen Spieler die Vorbereitung mitmachen. Ich hoffe persönlich, dass er sich im Team etablieren wird. Zudem werden wir mit der Zusatzbe­lastung im Europacup 45 bis 50  Spiele haben und benötigen dadurch weiterhin Qualität in der Breite. Doch natürlich kann ich Stand heute gar nichts ausschliessen. Wenn es für die Entwicklung von Stephan sinnvoll sein sollte, kann auch eine Leihe am Ende der Vorbereitung oder auch später ein Thema sein. 

Abo

Möchten Sie weiterlesen?

Liebe Leserin, lieber Leser

Nichts ist gratis im Leben, auch nicht Qualitätsjournalismus aus der Region. Wir liefern Ihnen Tag für Tag relevante Informationen aus Ihrer Region, wir wollen Ihnen die vielen Facetten des Alltagslebens zeigen und wir versuchen, Zusammenhänge und gesellschaftliche Probleme zu beleuchten. Sie können unsere Arbeit unterstützen mit einem Kauf unserer Abos. Vielen Dank!

Ihr Michael Kaspar, Chefredaktor

Sie sind bereits Abonnent? Dann melden Sie sich hier an

Digital-Abo

Mit dem Digital-Abo profitieren Sie von vielen Vorteilen und können die Inhalte auf zueriost.ch uneingeschränkt nutzen.

Sind Sie bereits angemeldet und sehen trotzdem nicht den gesamten Artikel?

Dann lösen Sie hier ein aktuelles Abo.

Fehler gefunden?

Jetzt melden.

Kontakt

Inserieren

Abo

Services

Über uns