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2023 kann kein Oberländer Team direkt in die Interregio aufsteigen

Wegen einer Spielklassen-Reform sind in der nächsten Saison Barragespiele in der 2. Liga nötig.

Die Ustermer Zweitliga-Fussballer wollen sich Ende Saison über den Aufstieg freuen.

Archivfoto: Christian Merz

2023 kann kein Oberländer Team direkt in die Interregio aufsteigen

Dass der FC Uster in diesem Juni den Aufstieg in die 2. Liga interregional bewerkstelligen will, ist ein offenes Geheimnis.

Und tatsächlich sieht für den grossen Favoriten der Zweitliga-Gruppe 2 gut aus. Nach 17 Runden führt er die Tabelle knapp vor den Schaffhauser Reserven an.

Damit würde nach der Relegation des FC Rüti nur ein Jahr später wieder ein Team aus der Region auf Stufe Interregio auflaufen.

Eine im Dezember angekündigte Spielklassen-Reform im Schweizerischen Fussballverband (SFV) hat erhebliche Konsequenzen auf die kommende Meisterschaft.

21 Teams (statt 18) müssen dann vermutlich aus der 2. Liga interregional absteigen. Diese Zahl könnte sich nur noch verändern, wenn die Super League tatsächlich von zehn auf 12 Teams aufgestockt würde. Der Entscheid dafür wird an der ausserordentlichen Generalversammlung der Swiss Football League am 20. Mai fallen.

Von 84 auf 64 Teams

Der Aufstieg des FC Uster wäre also insofern wichtig, weil diese Aufgabe in der Saison 2022/23 für einmal schwieriger wird.

Schon bereits fix ist nämlich, dass dann für einmal schweizweit nur neun Klubs den Sprung aus den Regionalverbänden schaffen. Grund dafür ist die Reduktion der Interregio von 84 auf zunächst 76 Teams – und in einem zweiten Schritt auf 64 Mannschaften.

Die Konsequenz: Die 17 Gruppensieger der Saison 2022/23 aus den Regionalverbänden plus der Tabellenzweite aus dem Innerschweizer Verband werden an zwei Wochenenden in sogenannten Barragepartien (Hin- und Rückspiel) die neun Aufsteiger ermitteln.

Und da die Duelle schweizweit ausgelost werden, könnten die Vertreter aus dem Fussballverband der Region Zürich (FVRZ) also beispielsweise auch auf einen Kontrahenten aus dem Kanton Genf oder Tessin treffen. 

Ausgearbeitet wurden die Modalitäten bei einem Workshop in Muri BE mit den Regional- und Spiko-Präsidenten aus den 13 Verbänden. «Es ist eine Lösung, mit der wir leben können», sagt Willy Scramoncini, Leiter Spielbetrieb beim FVRZ.

Vorerst einmalige Sache

Besonders auch: Bereits am 1. Juli – und damit noch vor Beginn der nächsten Meisterschaft – werden im Rahmen der Sommerkonferenz der Amateur Liga die Paarungen der Gruppensieger ausgelost. Damit ist frühzeitig klar, aus welcher Region die Gegner der beiden führenden Klubs aus dem FVRZ kommen werden.

Und: Aufgrund der Aufstiegsspiele muss das Programm in der 2. Liga für einmal zwei Wochen früher abgeschlossen werden. Die letzte Runde findet deshalb bereits am 11. Juni 2023 statt.

Die Barragepartien bleiben aber eine vorerst einmalige Sache. Bereits in der Saison 2023/24 werden wieder die beiden Gruppenersten aus dem FVRZ direkt aufsteigen. 

Verstärkt zittern müssen dann aber wohl die Zürcher Zweitligisten aus der hinteren Tabellenregion. Aus der dann nur noch aus vier Gruppen à 16 Teams bestehende 2. Liga interregional werden stattliche 17 Teams absteigen. Und sind davon mehr als zwei FVRZ-Klubs betroffen, hat dies wiederum direkten Einfluss auf die unteren Ligen.

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