Er will es locker angehen. Geniessen, ganz ohne Druck. Frei fahren, nicht auf die Ränge schauen – und vor allem viel ausprobieren.
Mit dieser Einstellung nimmt Cross-Country-Mountainbiker Joel Roth seine erste Elite-Saison in Angriff: «Wenn ich mutig bin, kann es gut herauskommen, aber ich kann mich auch komplett verpokern. Ich darf mir alles erlauben.»
Seit einigen Monaten lebt der aus dem aargauischen Kölliken stammende Roth in Hittnau – und vielleicht ist sein Umzug ins Oberland ja ein ganz gutes Omen. Schliesslich bildete Nino Schurter, der neunfache Weltmeister und Olympiasieger von 2016, einst in Fehraltorf eine Biker-WG zusammen mit Florian Vogel, der später zwei Europameistertitel und mehrere WM-Medaillen gewann.
Roth kennt die Geschichte. Dass er hierher zog, hat aber nichts mit Schurter und Vogel zu tun – obwohl er aus demselben Ort stammt wie Vogel und im selben Veloklub Mitglied ist. Sondern mit seiner Freundin, die aus dem Oberland stammt. Deshalb kennt er die Region, trainiert auf der Strasse gerne im Tösstal und auf dem Bike am Bachtel; «der ist am besten ausgebaut für Biker.»
«Ich habe viel, was ich aus mir herausholen kann.»
Joel Roth

