Hermann Gretener wuchs als drittes von fünf Kindern auf dem Bertschiker Bauernhof Steinacher auf.
1959 startete er mit einem Tourenrad am Radquer auf der Zürcher Waid und fand sofort Gefallen an dieser harten Sportart. Rasch stellten sich erste Erfolge ein. 1961 gewann er das Quer in Kempten beim Nachwuchs, ein Jahr später folgte der erste Sieg bei der Elite.
Fortan gewann er Winter für Winter Rennen in Serie. Viermal reichte es gar zu WM-Medaillen: 1965 im spanischen Beasain war es Silber, 1967 in der Schlammschlacht auf der Allmend Brunau hinter Renato Longo und Rolf Wolfshohl Bronze. Die gleiche Auszeichnung gabs auch 1968 in Luxemburg und 1972 in Prag.
Hinzu kamen fünf Schweizer-Meister-Titel und ungezählte Siegessträusse an nationalen und internationalen Rennen. Mehrfach fuhr er die Tour de Suisse zu Ende. Zusammen mit Bruder Max feierte er gar Doppelsiege. Weil die Nachbarbrüder Richard und Paul Steiner ebenfalls stark mitfuhren, galt Bertschikon rasch als Schweizer Radquer-Hochburg.

