In Hinwil hofften sie immer wieder: 2016, als die neuen Besitzer kamen. 2017, als ein neuer Teamchef kam. 2018, als Titelsponsor Alfa Romeo kam. 2019, als Kimi Räikkönen (zurück)kam. Doch der Sprung nach vorne kam nie. Letzte Saison dann resultierte gar nur der neunte und zweitletzte WM-Rang; oft tönte es ähnlich, wenn Teamchef Frédéric Vasseur Bilanz zog: «Wir haben zu viele Fehler gemacht. Wir müssen uns in jedem einzelnen Bereich verbessern.» Und immer schwang mit: 2022 ist für das Team die grosse Chance.
Jetzt ist sie also endlich da, die Saison, in der ein völlig umgekrempeltes technisches Reglement gilt. Die Saison, in der Vasseur den Sauber-Besitzern der Islero Investments AG zeigen kann, dass es richtig war, an ihrem Teamchef festzuhalten. «Wir wollen dasselbe», sagt der Franzose auf die Frage nach den Vorgaben von oben. Nämlich «dass Performance und Resultate besser werden und wir besser sind als der 8. WM-Rang».
Das klingt nicht wie eine Kampfansage. Doch eigentlich müsste es eine sein. Denn im Gegensatz zur letzten Reglementsrevolution, als das Sauber-Team ums finanzielle Überleben kämpfte und dieser Umstand danach jahrelang als Erklärung für schwache Resultate hinhalten musste, sind die Voraussetzungen heuer so gut wie schon lange nicht mehr.
Die Fahrer: finnischer Leitwolf, chinesische Premiere

