Von «einem guten Start» spricht der 18-Jährige. Das ist untertrieben. Es war ein exzellenter Start von Loris Hanselmann zu den 42 km von Maloja nach S-chanf. Ein Blitzstart.
Vom zweiten Block aus unmittelbar hinter der Elite dauerte es rund fünf Minuten, bis er ganz vorne dabei war. «Die Cracks bummelten, und so ergab sich für mich diese besondere Konstellation», erklärte er. Es war ein beflügelndes Gefühl: ganz vorne dabei sein mit Cologna, Furger, Baumann, den Franzosen und all den anderen grossen Namen.
Es war aber auch, und das erkannte Loris Hanselmann nach ungefähr einer Viertelstunde, ein Rhythmus über seinen Verhältnissen. «Wenn ich so weiterlaufe, komme ich in Pontresina beim Halbmarathon nicht mehr weiter und muss aussteigen.»
Solches wollte er vermeiden. Schliesslich hatte er schon vor den beiden Absagen im vorletzten und letzten Winter zweimal die Kurzstrecke bestritten. Vor einem Jahr meisterte er den Marathon – in der Individualwertung, jeder und jede für sich. Jetzt sollte es endlich klappen mit dem Original, dem «richtigen Engadiner» und dem grossen Vergleich unter den Langläufern (und Langläuferinnen).

