Qualifikationssieger GC ist für Uster zu stark
In der einseitigsten der vier Viertelfinalpartien gegen GC unterliegt der UHC Uster am Sonntag auswärts deutlich 1:11. Damit ist die Serie (0:4) und Saison der Ustermer beendet. Anders als tags zuvor im Buchholz, als Uster 6:11 verlor, vermochte das Team von Simon Meier dem Gegner in keiner Phase Paroli zu bieten.
Der erste Dämpfer in Form 0:1 war bereits nach 36 Sekunden Tatsache. Mit dem 0:7 kurz nach Spielhälfte war die Sache definitiv gegessen. Nicola Brütsch machte im Tor Timothy Schaffer Platz, der allerdings fünf Minuten später ebenfalls erstmals hinter sich greifen musste.
Der junge Ustermer Ersatzkeeper hatte dann im letzten Spielabschnitt immerhin ein persönliches Highlight, als er einen Penalty von GC-Topskorer Paolo Riedi parieren konnte.
Plötzlich Personalsorgen
«Das war heute von A bis Z wirklich nicht gut von uns», fasste Captain Tobias Ledergerber das Gezeigte zusammen. «Man hat in der Partie davor gesehen, dass wir bei fünf gegen fünf Spielern dagegenhalten können; da hatten die Special-Teams den Ausschlag gegeben. Wir wollten eigentlich so weiterfahren, aber das ist uns nicht gelungen.»
Sicher nicht hilfreich war aus Ustermer Sicht, dass man in den Spielen gegen den klaren NLA-Qualifikationssieger mit den Ausfällen mehrerer Stammspieler zu kämpfen hatte: Jeweils für zwei Partien fehlten Karlsson, Hurni, Klauenbösch, Schmuki und Ledergerber, sämtliche vier Partien Schläpfer. Und im vierten Duell musste auch noch Schmid passen.
«Es ist allerdings schon so, dass unser junges Team fünf bis sechs Ausfälle von Stammkräften nicht so einfach kompensieren kann, wie das vielleicht anderswo der Fall ist.»
Tobias Ledergerber, Captain UHC Uster
«Das hat sicher nicht geholfen, soll aber keine Ausrede sein», sagte Ledergerber. «Es ist allerdings schon so, dass unser junges Team fünf bis sechs Ausfälle von Stammkräften nicht so einfach kompensieren kann, wie das vielleicht anderswo der Fall ist. In unserem Kader gibt es gerade eine Handvoll Spieler mit Playoff-Erfahrung. Nun müssen wir für nächste Saison daran arbeiten, dass wir so was künftig besser wegstecken können.»
Am Samstag hatte der UHC Uster das dritte Spiel daheim 6:11 verloren. Gegenüber den beiden vorangegangenen Partien vermochten die Ustermer den Titelfavoriten diesmal aber durch eine äusserst engagierte und körperbetonte Spielweise mehr zu fordern, im Mitteldrittel zeitweise sogar richtig in Bedrängnis zu bringen.
Innerhalb von gut vier Minuten vermochte das Heimteam mit Toren durch Yves Klöti, Micha Zürcher, Claudio Schmid und Josia Pfister aus dem 1:5 ein 5:5 zu machen.
Kurz darauf aber gelangen GC zwei Tore, zu Beginn des Schlussabschnitts zogen diese dann wegweisend auf 6:9 davon. Am Schluss stand es aus Sicht des Heimteams 6:11, die 458 Zuschauer honorierten die gute Leistung der jungen Mannschaft von Simon Meier mit Applaus. (Philipp Wyss)

