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Eine Meisterschaft zum Vergessen für den EHC Dürnten

Der EHC Dürnten Vikings gewinnt auch noch das letzte Spiel der Zweitliga-Abstiegsrunde. Hinter den Kulissen sind derweil die Personalplanungen für die nächste Saison schon weit vorangeschritten.

Die Dürnten Vikings mit Torwart Daren Bona mussten in die Abstiegsrunde.

Archivfoto: Christian Merz

Eine Meisterschaft zum Vergessen für den EHC Dürnten

Es ist so etwas wie ein versöhnliches Ende der Saison für den EHC Dürnten Vikings. Der Oberländer Zweitligist liess beim 7:4-Heimsieg über Bassersdorf nichts anbrennen und konnte somit sämtliche Spiele in der Abstiegsrunde für sich entscheiden.

«Beide Mannschaften zeigten nochmals ein ansprechendes Spiel», freute sich Dürntens Trainer Christian Thiemeyer, der mit Thomas Meister hinter der Bande stand.

Und doch: Eigentlich ist es durch das Verpassen der Playoffs eine Meisterschaft zum Vergessen. Trotz einer Verjüngung im Kader schien ein Top-4-Platz für die erfolgsverwöhnten Vikings in der Qualifikation einmal mehr nur eine Formsache.

Nach einer durchwachsenen ersten Phase verloren sie im Spätherbst sogar sechsmal in Folge (!) und fassten dadurch die Rote Laterne.

Bitter auch: Der anschliessende 6:1-Sieg über den späteren Playoff-Finalisten Kreuzlingen-Konstanz wurde aufgrund des coronabedingten Saisonunterbruchs nicht zur Initialzündung für einen möglichen Endspurt.

«Ich bin überzeugt davon, dass wir es in den letzten drei Spielen noch gepackt hätten», sagt Sportchef und Spieler Mario Senn.

Eine denkwürdige Krise

Es ist müssig, darüber zu spekulieren. Fakt ist, dass die Dürntner bei der Trennung von Trainer Gunnar Hosner (Präsident Peter Bamert: «Er hat das Team nicht mehr erreicht») im November zumindest noch auf Platz 6 lagen.

In die denkwürdige Resultatkrise schlitterten sie erst hinterher – mit dem verbliebenen Coach Thiemeyer und dem neu verpflichteten Thomas Meister. «Wir haben uns zu spät gefangen», sagt Senn und nennt auch Personalprobleme als mitentscheidender Faktor für die Baisse. Derweil musste Meister neben Thiemeyer zuerst in seine Aufgabe rein finden.

Doch selbst die Reaktivierung der stürmender Brüder Mischa, Yves und Andy Rüegg brachte vorerst nicht den erhofften Effekt. Erst im vierten Spiel mit dem Trio, dass massgeblich zu der Erfolgsstory der letzten Jahre beigesteuert hatte, gab es den ersten Sieg. «Wir haben einige Partien regelrecht aus den Händen gegeben», blickt Senn zurück.

«Wir hätten in den Playoffs vorne mitmischen können. Das ärgert mich extrem.»
Mario Senn, Spieler und Sportchef

Statt die Dürnten Vikings steht nun aber wie eingangs erwähnt der zuletzt in der Qualifikation klar bezwungene EHC Kreuzlingen-Konstanz im Final. «Wir hätten in den Playoffs vorne mitmischen können. Das ärgert mich extrem», sagt Senn. 

Wechsel auf Trainerposten?

Der Stürmer zählt mit bald 32 Jahren ebenso zu den älteren Wikingern im Kader. Er wird aber nach der ungewohnten Erfahrung in der Abstiegsrunde weitermachen, wie überhaupt der Grossteil der Oberländer Mannschaft.

«Im Tor und der Verteidigung sind die Personalplanungen soweit abgeschlossen», lässt Senn durchblicken. Und möglich ist sogar, dass ein Teil der Rüegg-Brüder in der nächsten Saison nochmals Anlauf nimmt.

Schon geraume Zeit fest steht auch, dass Christian Thiemeyer weiter als Trainer in der Verantwortung bei Dürnten steht.

Zumindest gegen aussen offen ist hingegen das weitere Engagement vom im letzten November dazu geholten Thomas Meister. Dieser verweist – auf eine mögliche Vikings-Zukunft angesprochen – an Senn. Nur will sich der Sportchef dazu ebenso nicht äussern und gibt damit Raum für Spekulationen.

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