Nur wenige Wochen nach einer durchwachsenen Olympia-Premiere triumphierte Anja Weber (20) an der U23-WM im norwegischen Lygna.
Die Hinwilerin war für die erste Schweizer Goldmedaille seit 2015 besorgt. Sie siegte über 10 km im klassischen Stil und erreichte zudem mit der Mixed-Staffel, der auch der Gibswiler Nicola Wigger angehörte, den vierten Rang.
Mit ein paar Tagen Distanz – wie ordnen Sie den Erfolg ein?
Anja Weber: Da ihn niemand erwartet hat, ist er um so schöner. Es hat einfach alles gepasst. Die Strecke war perfekt, ich konnte das Rennen gut einteilen. Es verlief also alles optimal.
Was haben Sie sich eigentlich im Vorfeld erhofft?
Mit einem Top-10-Platz wäre ich zufrieden gewesen. Es waren ja doch auch einige starke Läuferinnen von den Olympischen Spielen dabei. Und auch wegen meiner Vorgeschichte (Weber musste wegen einer Herzmuskelenzündung vier Monate pausieren – die Red.). Ich konnte in Peking nicht zeigen, was ich wollte. Ich bekundete dort Mühe, kam mit dem Klima nicht zurecht. Vielleicht hatte dies auch mit meiner Corona-Erkrankung vom Sommer zu tun.

