Beim Gegner steht unter der Rubrik «Grösste Erfolge»: Schweizer Meister 2016, viermal Cupsieger. Wobei die Grasshoppers erst am vergangenen Samstag den vierten Cuptitel einfuhren. Dank einem klaren 9:3 gegen Rychenberg Winterthur.
Und was findet man auf der Verbandswebsite beim UHC Uster unter derselben Überschrift? Lediglich den Eintrag: Playoff-Viertelfinal.
Zum dritten Mal nach 2018 und 2019 haben die Ustermer den Einzug in die K.o.-Phase erst geschafft. Und ja, das ist für die junge NLA-Mannschaft von Trainer Simon Meier durchaus ein Erfolg. Denn was man vielleicht schon wieder vergessen hat: Der UHC Uster verlor auf diese Saison hin mehrere Leistungsträger, darunter die drei besten Skorer. Der Substanzverlust war gross. Und zahlreiche Spieler im Kader verfügen über nur wenig NLA-Erfahrung.
Die Ustermer beendeten die Qualifikation gleichwohl auf Rang 7. Sie müssen nun trotzdem gegen den Gewinner der Regular Season ran, der im Wahlverfahren den Kantonsrivalen zog. Die Gründe dürften nicht sportlicher Natur sein. Die Grasshoppers haben gegen Uster einen kürzeren Reiseweg als sie gegen den Achten (Waldkirch-St. Gallen) gehabt hätten. Und mehr Zuschauer dürften Heimspiele gegen die Ustermer auch generieren.

