Ferien in der Karibik? Nicht für Marcel Siegfried. Während seine Familie die Wärme geniesst, steht der Volketswiler auf dem Unihockeyfeld im Einsatz. Zusammen mit Ralph Keel aus Chur, mit dem er seit einigen Jahren ein Schiedsrichterduo bildet, leitet der in Wetzikon aufgewachsene Siegfried den Frauen-Cup-Final zwischen den Kloten-Bülach Jets und Skorpion Emmental.
Auch beruflich hat Siegfried mit Sport zu tun – er kümmerte sich einst um den Letzigrund-Rasen und um Golfplätze und arbeitet heute auf den Sportanlagen in Männedorf. Mit dem Cup-Final hat er nun ein Ziel in seiner Referee-Karriere erreicht – es soll aber nicht das letzte Highlight für den 52-Jährigen sein.
Sie pfeifen nach zwei Jahren Pandemie den ersten Final vor Publikum, zudem wird das Spiel im TV übertragen. Macht diese Ausgangslage nervös?
Marcel Siegfried: Ein Kribbeln im Bauch ist schon da – es wäre nicht gut, wenn man nicht etwas nervös wäre. Das war auch schon im Halbfinal der Fall. Das Fernsehen und die grosse Kulisse, das sorgt schon für etwas Druck.
Bereiten Sie sich speziell auf diese Partie vor?
Wir reisen etwas früher an und treffen uns mit dem Observer und den Ersatzschiedsrichtern zum Mittagessen – und wir tragen unseren Anzug, den wir dank den internationalen Einsätzen haben. Sonst ändern wir die Abläufe nicht, das wäre auch nicht gut. Die beiden Teams spielten vor zwei Wochen gegeneinander, dieses Spiel habe ich mir noch einmal angesehen. Man ist sich ja bewusst, was welche Teams tun und was für Eigenheiten sie haben.
«Solche Spiele geben einem viel.»

