Bittere Ustermer Niederlage in der Overtime
Gerademal 59 Sekunden dauerte die Overtime, bis Sarnen das entscheidende 8:7 erzielen konnte. Und so waren es die defensiven Unzulänglichkeiten im Ustermer Spiel, die sich als entscheidend erwiesen, nachdem die Gäste kurz vor Schluss noch wie der sichere Sieger aussahen.
Marco Klauenbösch war es nämlich, der den UHCU in der 56. Minute mit dem 7:6 erstmals überhaupt in Führung schoss. Die im Kampf um einen Playoffplatz so wichtigen drei Punkte schienen nun zum Greifen nah.
Aber: Die Obwaldner nahmen zwei Minuten vor der Sirene ihr Timeout und ihren Keeper für einen sechsten Feldspieler vom Parkett. Nur neun Sekunden später jubelten Sarner Spieler und Zuschauer über den Ausgleichstreffer Owelings, der zentral vor dem Ustermer Gehäuse den Ball auf die Schaufel erhalten und reaktionsschnell abgezogen hatte.
Insbesondere während der ersten beiden Drittel war der UHC Uster mehrmals vor dem eigenen Gehäuse bei den Offensivaktionen der Obwaldner im Schilf gestanden. Die Folge davon: Eine 5:2-Führung der Gastgeber nach 40 Minuten.
Die Kräfte gebündelt
Folgedessen bündelten die Gäste fortan die Kräfte auf zwei Linien. Der erste Lohn: Nur 16 Sekunden nach dem Anspiel verkürzte Martin Pražan auf 3:5.
Und selbst nach dem erneuten Dreitorevorsprung der Sarner liessen die Ustermer nicht locker. Insbesondere die erste Linie nahm nun richtig Fahrt auf: Pražan zum zweiten sowie zweimal Markus Kulmala, besorgten den 6:6-Ausgleich (52.). Zu einem Happy End kam es aber wie eingangs erwähnt trotzdem nicht.
Da der UHC Waldkirch-SG eher überraschend auswärts beim NLA-Leader Grasshoppers siegte (7:3), und Langnau im Heimspiel gegen Zug reüssierte (7:5), benötigen die Ustermer am Sonntag gegen Malans nun einen Sieg nach 60 Minuten, um sicher unter den ersten acht Teams platziert zu sein. (uhcu)

