Er klopft Sprüche und ist so locker drauf, wie man es von ihm kennt. Bei Prachtwetter steht Dominik Peter im verschneiten Gibswil vor der Bachtelblick-Schanze. Er blinzelt in die Nachmittagssonne und erzählt im Video-Interview von seinen Anfängen als Skispringer, von seinen Wurzeln im Tösstal.
Die gute Laune steht ihm ins Gesicht geschrieben. Seine erste offizielle Olympia-Selektion steht kurz bevor – er selber weiss längst, dass er das Ticket nach Peking auf sicher hat. Scheinbar kann nichts seine Vorfreude trüben.
Das war vor zwei Wochen. Unterdessen ist die Lockerheit zwar vordergründig noch immer da – so ist Peter einfach. Aber in ihm drin sieht es anders aus. «Die letzten Nächte waren zäh, ich habe sehr schlecht geschlafen, weil die Gedanken wild kreisten.» Am letzten Wochenende musste er frühzeitig vom Weltcup in Titisee-Neustadt abreisen. Grund: der zertrümmerte Meniskus in seinem rechten Knie.
«Ich glaubte, die Saison sei für mich per sofort beendet»
Dominik Peter

