Nur wenige Sportjournalisten können von sich behaupten, bereits im zarten Alter von 17 Jahren für das ehemalige Fachblatt «Sport» Berichte verfasst zu haben. Werner Reimann aus dem Zürcher Seefeld ist Gymi-Schüler, als er im Jahr 1972 wie die Jungfrau zum Kind zu seinem ersten Sportjournalisten-Job kommt.
Der mittlerweile seit vielen Jahren in Wetzikon wohnende Reimann erinnert sich: «Es war völliger Zufall. Ein Jugendfreund war Berichterstatter für den ‹Sport›. Er war an einem Wochenende verhindert und sagte deshalb zu mir: Du weisst ja, wie Handball geht. Beim Verfassen des Berichts hat er mir aber schon noch unter die Arme gegriffen.»
Reimann, der damals noch nicht selbst Handball spielt, beginnt nebenbei seine Karriere als Handball-Berichterstatter. Bald sind es 50 Jahre her.
«Ich dachte: Es macht sich nicht so gut, wenn man für den Verband arbeitet und selbst nicht spielt.»
Werner Reimann
Reimanns Journalisten-Job als Gymi-Schüler ging so: Am Samstag mit dem Tram vom Zürcher Seefeld-Quartier zur Saalsporthalle. Nach dem Handballmatch wieder zurück.

