Fast alle Amateurligen unterbrechen den Spielbetrieb
Die Eishockeysaison wird in den meisten Amateurligen unterbrochen. Das hat die Covid-19-Taskforce der Regio League entschieden. Die Pause dauert mindestens bis zum 27. Januar und betrifft alle Ligen ab 1. Liga abwärts.
Die Anzahl der positiven Fälle bei Spielern, Schiedsrichtern und Staffmitgliedern sei in den letzten zwei Wochen stark angestiegen, schreibt der Verband.
Sichtbar wurde das in der Region etwa beim EHC Wetzikon. Der Erstligist musste seine letzte Partie gegen Bellinzona wegen insgesamt 13 Corona-Fällen im Team und im Staff verschieben.
13 Corona-Fälle beim EHC Wetzikon
17.12.2021

Eishockey 1. Liga
Acht Spieler und drei Staffmitglieder wurden beim Erstligisten EHC Wetzikon positiv getestet. Beitrag in Merkliste speichern Nun ruht der Spielbetrieb für die Wetziker ebenso wie für die beiden Zweitligisten Illnau-Effretikon und Dürnten Vikings. Die bis am 27. Januar geplanten Spiele werden nicht nachgeholt.
Für den EHCW sind die sportlichen Konsequenzen daraus vorerst verkraftbar. Zwei Partien der Qualifikation würden für ihn nach dem Ende der Pause im neuen Jahr noch anstehen – auswärts gegen Rheintal und Prättigau.
Von einem Playoff-Platz kann das Team von Christian Modes sicher nicht mehr verdrängt werden. Die Rangliste wird dabei nach Punkten pro Spiel berechnet – Wetzikon liegt auf dem 2. Rang.
EHCW darf noch hoffen
Nur: Falls die aktuellen Massnahmen vom Bund bis nach dem 10. Februar verlängert oder verschärft werden, sagt der Verband die unterbrochenen Meisterschaften komplett ab. Das hat er bereits festgelegt.
Für die Wetziker, die in die höchste Amateurliga aufsteigen wollen, wäre dies bitter. Denn das Reglement sagt: Kann man die Qualifikation nicht zu Ende spielen, gilt die Rangliste mit den Punktequotienten – in diesem Fall würden also die Pikes Oberthurgau den Wetzikern vor der Sonne stehen.
Es wäre das dritte Mal in Serie, dass der EHCW seine Aufstiegsträume begraben müsste, weil die Meisterschaft abgebrochen wird.
Der EHC Wetzikon kann zumindest noch hoffen, eine Chance zu erhalten, das sportliche Ziel zu erreichen. Eine Liga tiefer beendet der Beschluss des Verbands die Qualifikation, da die drei im Januar 2022 angesetzten Runden allesamt abgesagt sind.
Für den EHC Illnau-Effretikon heisst dies, er kann in der Gruppe 2 nicht mehr von der Tabellenspitze verdrängt werden. Und er würde mit Heimvorteil in die Playoffs steigen.
«Natürlich hofften wir, dass weitergespielt wird. Und waren überzeugt, uns für die Playoffs zu qualifizieren.»
Thomas Meister, Trainer Dürnten Vikings
Die Dürnten Vikings trifft der Unterbruch derweil schwer. Die an letzter Stelle liegenden Vikings stoppten am Samstag mit einem 6:1 auswärts gegen Kreuzlingen-Konstanz zwar ihre Niederlagenserie, ihre Playoff-Träume aber sind jäh geplatzt.
«Natürlich hofften wir, dass weitergespielt wird. Und waren überzeugt, uns für die Playoffs zu qualifizieren», sagt Trainer Thomas Meister. «Aber es ist, wie es ist.»
Es gelte nun, nach vorne zu blicken und sich vorzubereiten, «um in der Abstiegsrunde die Saison zu retten». Das Team der Vikings will ab Anfang Januar im selben Rhythmus weiterarbeiten wie zuletzt.
Das kann es auch, denn trainieren und Freundschaftsspiele austragen dürfen alle von der Pause betroffenen Amateurteams weiterhin.
EHCD darf weiterspielen
Nicht tangiert vom Unterbruch ist der EHC Dübendorf in der höchsten Amateurliga MSL. Grund dafür ist die Reaktivierung der vom Bund definierten Liste der Ligen mit professionellem oder semiprofessionellem Spielbetrieb.
Sie umfasst im Hockey bei Männern und Frauen die drei höchsten Ligen. (fbo/ome)

