Es geht ohne Wunsch-Szenario weiter
2G oder 3G? Kürzlich mussten sich die Amateurklubs entscheiden, welches Modell sie in ihren Stadien vorerst bevorzugen. Es war eine Wahl, die es durchaus in sich hatte.
Das Entscheidende dabei: Wendet ein Klub 2G an, gilt die Regel für alle. Anders als in den Profiligen dürfen ungeimpfte Spieler und Staff-Mitglieder in diesem Fall die Stadien nicht mehr betreten.
Das hat sportliche Konsequenzen. Mannschaften mit tieferer Impfquote sind geschwächt.
Einige Vereine in der höchsten Amateurliga MSL bemängelten daraufhin, der Verband lasse sie bei dieser Entscheidung im Stich. Im Wissen, dass nicht die Regio League die Rahmenbedingungen diktiert, sondern der Bund und die Kantone.
Der Verband entgegnete, man habe den MSL-Klubs keine Vorschriften machen wollen in einem Bereich, in dem Spielraum vorhanden sei. Einig war man sich aber in einem Punkt: Eine einheitliche Lösung wäre wünschenswert.
Diese Wahl ist matchentscheidend
09.12.2021

Anpassungen im Amateurhockey
2G oder 3G? MSL-Klub EHC Dübendorf fühlt sich vom Verband bei der Entscheidung allein gelassen. Beitrag in Merkliste speichern Mittlerweile ist klar: Die MSL-Meisterschaft wird nicht unter einheitlichen Bedingungen weitergeführt. Zur sportlichen Wettbewerbsverzerrung, wie von einigen befürchtet, hat die Wahl allerdings auch nicht geführt.
Ein einziger Verein in der MSL – der HC Düdingen Bulls – setzt in seinem Stadion auf 2G. Der EHC Dübendorf sowie neun weitere MSL-Klubs wenden das 3G-Modell an. Im Stadion gilt also Maskenpflicht, die Konsumation ist nur auf dem Sitzplatz erlaubt.
Beim EHC Thun sind nochmals andere Schutzregeln in Kraft – die Eisbahn der Berner ist auf allen Seiten offen und gilt darum als Aussenanlage.
Einer spielt unter freiem Himmel
In der Erstliga-Ostgruppe setzen derweil der EHC Wetzikon und alle elf Gegner auf 3G. Wie in der Gruppe 2 der 2. Liga, wo der EHC Illnau-Effretikon und die Dürnten Vikings ihre Heimat haben.
Einzige Ausnahme hier ist der EHC St. Moritz. Er spielt unter freiem Himmel.
Um zu wissen, welche Regel bei welchem Amateurklub gilt, ist übrigens keine ausgeklügelte Recherche nötig. Ein Blick auf die Spielpläne auf der Verbandsseite genügt. (ome)

