Anja Weber redet nicht lange um den heissen Brei herum. Noch bevor man der Hinwilerin überhaupt die Frage stellen kann, ob es für sie nun im Weltcup oder im Continental-Cup losgeht, erzählt sie über die schwierigen vergangenen Monate und ihre gesundheitlichen Probleme.
Sie prägten ihren Sommer, verunmöglichten ihre Triathlonsaison – und sorgen auch jetzt vor der Langlaufsaison für zusätzliche Ungewissheit. Was kann ich meinem Körper zumuten? Diese Frage stellt sich die 20-Jährige vor den ersten Continental-Cup-Rennen von diesem Wochenende im Goms.
Es ist die erste Saison auf Elite-Stufe für die Hinwilerin, die in den letzten beiden Wintern in der U20-Kategorie so dominiert hatte. Zweimal in Folge gewann sie die Gesamtwertung im Continental-Cup in dieser Alterskategorie, in der letzten Saison war sie nie schlechter als Zweite.
Nun trifft sie auf ältere und stärkere Konkurrenz, muss sich in diesem Umfeld erst zurechtfinden und sich darauf einstellen, vorerst nicht die absolute Spitze anstreben zu können. «Es ist ein anderes Niveau», sagt Weber, «ich werde sehen, wo ich stehe.»

