Sie hat im Kunstturnen schon fast alles gesehen, was es zu sehen und zu erleben gibt. Seit 2014 ist Stefanie Siegenthaler Teil des Nationalkaders, je vier WM- und EM-Teilnahmen hat sie seither hinter sich gebracht.
Aber in diesem Herbst jagt eine neue Erfahrung die andere: Nur drei Wochen, nachdem sich die 23-jährige Bertschikerin an der WM in Japan erstmals überhaupt für einen Mehrkampf-Final qualifiziert hatte, startet sie am Sonntag am Swiss-Cup im Hallenstadion.
«Viele träumen von Olympia, doch das ist für mich ungreifbar. Für mich ist der Swiss Cup ein genau so grosser Traum.»
Die Teilnahme am prestigeträchtigen Einladungsevent ist eine Premiere für sie, und Siegenthaler spricht von Ehre und Erleichterung. «Viele träumen von Olympia, doch das ist für mich ungreifbar. Für mich ist der Swiss Cup ein genau so grosser Traum, seit ich ein kleines Kind war.»
Dieser geht nun in Erfüllung. Zusammen mit Henji Mboyo bildet sie das Team Schweiz 1. Und sie möchte den Anlass, an dem auch Olympiasieger aus Russland teilnehmen, vor allem geniessen. «Wir müssen nicht träumen, gewinnen werden wir nicht», sagt sie. «Ich bin einfach stolz, dass ich im Hallenstadion turnen darf.» Besonders freut sie sich darauf, ihre Bodenübung zu zeigen, für die sie zuletzt viele Komplimente erhalten hatte.

