Fast einen Monat verbrachte der Tösstaler Anschieber Dominik Schläpfer in China. Der 27-Jährige aus Wila lebte in dieser Zeit mit dem Team um Bobpilot Simon Friedli in einer fast surrealen Blase zur Vorbereitung der Olympischen Spiele in Peking vom Februar 2022 – also fast gänzlich abgeschottet von der Aussenwelt.
Nötig wurde dies, weil der eigentlich im letzten März vorgesehene Weltcup auf der neuen, komplett überdachten Bahn in Yanjing pandemiebedingt abgesagt werden musste. Und so machte der Bob-Zirkus aus der ganzen Welt vier Monate vor Olympia unter ganz besonderen Bedingungen rund 80 Kilometer nordwestlich von Peking Halt, um die Bahn im Trainingslager vorab kennenzulernen.
Seit Anfang Oktober konnten Sie die neue Olympia-Bahn ausgiebig mit dem Zweier- und Viererbob kennenlernen. Wie fühlt Sie sich an?
Dominik Schläpfer: Sie ist mit europäischen Bahnen nicht zu vergleichen. Die Fahrzeit ist länger und sie hat andere Kurvenvarianten.
Ist Sie anspruchsvoller?
Nein. Die Bahn ist für die Piloten einfach zu fahren – es gab auch kaum Stürze. Die Herausforderung ist es, die Ideallinie zu finden, um das Tempo über die ganze Strecke hinweg mitnehmen zu können.

