Ein starker Ustermer Auftritt
In überzeugender und beeindruckender Manier setzt sich der UHC Uster gegen die Tigers Langnau klar 8:4 durch und liegt in der Tabelle nun über dem Strich. Neben der mit teilweise wunderbar anzusehenden Spielzügen garnierten offensiven Performance ist die imponierende Leistung von Keeper Nicola Brütsch hervorzuheben.
Nur gerade 33 Sekunden benötigten die Ustermer zur Mitte des intensiv und körperbetont geführten ersten Drittels, um sich mit zwei lehrbuchmässig vorgetragenen Angriffen eine 2:0-Führung zu erarbeiten. Daniels Janis Anis und Simon Schläpfer trafen, nachdem sie von Markus Kulmala respektive Ramon Zimmermann perfekt bedient worden waren.
Das Langnauer Anschlussgoal beantwortete Markus Kulmala acht Sekunden vor der Pausensirene mit einem Schuss von der Mittellinie, unhaltbar für Tigers-Keeper Roman Beck, ins linke hohe Eck.
Brütschs wichtige Paraden
Auch die Langnauer hatten durchaus ihre Chancen, scheiterten jedoch regelmässig am starken Nicola Brütsch im Ustermer Tor. Beim zweiten Treffer der Langnauer zu Beginn des zweiten Drittels konnte dann aber auch er nichts ausrichten, so stilsicher spielten die Berner den 3:1-Konter aus.
Uster-Topskorer Claudio Schmid stellte den alten Abstand dann per Direktabnahme wieder her. Überhaupt kontrollierte Uster die Partie immer mehr und baute die Führung im Schlussabschnitt durch Treffer von Schmid und Kulmala auf 6:2 aus.
Ineffizienz rächte sicht nicht
Die Ustermer konnten sich sogar leisten, mehrfach im Abschluss zu sündigen, und auch der dritte Emmentaler Treffer in der 49. Spielminute brachte keine Unruhe ins UHCU-Gefüge. Als die Gäste dann fünf Minuten vor Spielende ihren Torhüter durch einen sechsten Feldspieler ersetzten, gelang ihnen zwar rasch ihr viertes Tor des Abends, aber damit hatte es sich dann – auch, weil sie sich mit einer Strafe selbst schwächten.
«Das war sehr wichtig, denn um die Playoffs zu erreichen, müssen wir gegen Teams wie Langnau bestehen können.»
Die Ustermer ihrerseits krönten in der letzten Spielminute ihren imposanten Auftritt noch mit zwei Toren ins leere Berner Gehäuse, wobei für das erste Patrik Dóža, der in der Schlussphase sein Spieldebüt im Ustermer Dress gab, den Assist lieferte.
«Wir wussten, dass die Langnauer sehr hart auf den Körper spielen werden, und haben uns sehr gut darauf einstellen können», sagte Torhüter Brütsch nach der Partie. «Dass wir dagegenhalten konnten, hat uns das nötige Selbstvertrauen gegeben, um das Spiel in die eigene Hände nehmen zu können. Das war sehr wichtig, denn um die Playoffs zu erreichen, müssen wir gegen Teams wie Langnau bestehen können.» (Philipp Wyss)

