Dominik Peter sitzt auf der Schanze und grinst. Er wärmt sich auf, pusht sich, indem er mit den Händen auf seine Wangen schlägt. Seinen Teamkollegen – sie sind in diesem Moment auch seine Konkurrenten – wirft der Fischenthaler den einen oder anderen Spruch zu und schaut dann zu, wie sie springen. Die Lockerheit wirkt zur Schau gestellt – gekünstelt ist sie aber überhaupt nicht. Und sie verfliegt scheinbar erst als er sich auf den Balken setzt, tief durchatmet – und selber springt.
«Ich bin immer so», sagt Dominik Peter später. Dabei hätte jeder verstanden, wenn er am vergangenen Samstag angespannt gewesen wäre. Schliesslich waren die Schweizer Meisterschaften in Einsiedeln sein erster Wettkampf seit der Knieverletzung.
Das Knie hält
Es passierte im Mai beim Krafttraining in der Spitzensport-RS, Innen- und Aussenmeniskus gingen kaputt, Peter wurde operiert und trainierte lange nur für sich und nicht auf der Schanze. «Seit fünf Wochen bin ich komplett schmerzfrei», sagt er nun.
Auch im Kopf bremst ihn die überstandene Knieverletzung nicht – schliesslich passierte es nicht bei einem Sturz. Und dass er an der SM sehr nahe an Sieger Gregor Deschwanden herankam, gibt ihm Zuversicht. «Die Sprünge waren schon auf sehr hohem Niveau.»

