Am Ende fehlten den Zürcherinnen nur 1,4 Punkte zum Titel. Der Grund dafür war eine deutliche Steigerung im Verlauf der Schweizer Mannschafts-Meisterschaften (SMM) in Winterthur. Gerade zum Auftakt patzte das Team um Stefanie Siegenthaler (Kutu Hinwil), Martina Eisenegger (TV Rüti), Kim Bernhardsgrütter (Satus Uster) und Chiara Altorfer (TV Rüti) am Stufenbarren.
Und selbst Teamleaderin Siegenthaler war davor nicht gefeit. Zum ersten Mal überhaupt zeigte sie an einem Wettkampf den «Hindorff», eine freie Felge am oberen Holmen mit Kontergrätsche.
«Mein Hauptziel war meine neue Übung zu zeigen. So gesehen bin ich glücklich, dass ich den Hindorff geschafft habe, der Rest ging leider in die Hose, was mich natürlich schon auch etwas ärgert», sagte die 23-Jährige aus Bertschikon. An der anstehenden WM vom 18. bis 24. Oktober in Kitakyushu (JAP) will sie natürlich ähnliche Patzer tunlichst vermeiden.
Ein Vorbild für Jüngere
Zum ersten Mal im Team Zürich 1 war die 13-jährige Kim Bernhardsgrütter. Hinzu kam, dass sie «nur» für den Sprung im Einsatz war und dies dann noch das letzte Gerät im Programm war. «Ich fieberte mit, musste aber aufpassen, dass ich meinen Einsatz nicht verpasse und rechtzeitig bereit bin.» Doch die Russikerin wurde den Erwartungen tatsächlich gerecht und lieferte die beste Sprungnote fürs Team.

