Er fährt um seine Zukunft in der Formel 1. Und es scheint fast, als könnte er dieses Rennen nicht gewinnen. Antonio Giovinazzi ist nicht zu beneiden. Der Italiener steht in seiner dritten Saison für Alfa Romeo – und hat das sprichwörtliche Messer am Hals.
Es spricht vordergründig nicht viel dafür, dass er ein viertes Jahr für den Hinwiler Rennstall bestreiten wird. Zwar zeigte er in den Qualifyings zuletzt starke Leistungen, startete in Monza und in Zandvoort so weit vorne wie sonst nie.
Im Rennen ist er die Pechmarie
Aber alles, was über eine einzelne schnelle Runde hinausgeht, scheint für Giovinazzi wie verhext. Im Rennen wird er Mal für Mal von seinem Teamkollegen Kimi Räikkönen übertrumpft. Das liegt nicht immer an ihm – doch ein Exploit gelang Giovinazzi eben auch nie.
Letztes Wochenende in Sotschi war er bemitleidenswert – nach der Startrunde streikte sein Boxenfunk, was in einem Rennen mit wechselhaftem Wetter nicht eben vorteilhaft ist. Und als er über sein Rennen sprach, war der sonst stets gut gelaunte Süditaliener ungewohnt wortkarg. Zeichen des Frustes über einen baldigen Abgang?

