Die starke Wende der Floorball Riders
Das erste NLA-Derby der Saison zwischen Floorball Riders Dürnten-Bubikon-Rüti und dem UHC Laupen hätte nicht besser für die Gäste beginnen können.
93 Sekunden waren erst gespielt, als Melanie Rüegg zur Führung traf. Und es kam noch besser: Voller Euphorie nutzten die Laupnerinnen das Momentum und bauten den Vorsprung bereits in der 6. Minute zum 2:0 aus. Vanessa Kapp versenkte den Ball nach einem weiten Pass von Sabrina Aerne gekonnt im Tor.
Die Basis für den ersten Laupner Sieg in der noch jungen Meisterschaft schien also gelegt.
Nur: Die Floorball Riders kamen eindrücklich zurück, und siegten am Ende doch noch 6:4. Dies vor allem dank eines starken Mittelabschnitts. Es war zunächst Iris Brünn, die mit einem Doppelschlag das Skore wieder ausgleichen konnte (26.). Dem nicht genug, gaben die tschechischen Neuverpflichtungen Hana Polakova (2) und Anna Bachrata der Partie mit ihren Toren zum 5:2 bis zur zweiten Pausensirene endgültig eine neue, wegweisende Richtung.
Laupens Schlussoffensive
Die Laupnerinnen waren nun gefordert. Tatsächlich konnte Viviane Manser alsbald – und erneut auf Zuspiel von Aerne (42.) – auf 3:5 verkürzen. Die Antwort der Riders liess jedoch nicht lange auf sich warten, und nur Sekunden später war der alte Abstand wiederhergestellt. Polakova war bereits zum dritten Mal für die Riders erfolgreich.
Inzwischen kamen die fast 200 Zuschauerinnen und Zuschauer auf ihre Kosten: Sie genossen ein emotionales Derby mit allem, was dazu gehört. Vor allem, da Veronika Lackova acht Minuten vor Schluss nach einer Vorlage von Alina Hofmann die Hoffnung bei den Gästen zurückbrachte – 4:6.
In der verbleibenden Zeit bündelten die Laupnerinnen deshalb die Kräfte auf zwei Blöcke. Trotz Kampfgeist und vielen Angriffsversuchen sollte das Anschlusstor aber nicht mehr fallen.
Für die Floorball Riders ist es der erste Derbyerfolg in der Meisterschaft seit März 2018 – als sich Laupen im NLB-Playoff-Final mit 2:1 Siegen durchsetzen konnte. Nach der Rückkehr in die NLA hatte man sich zunächst zweimal geschlagen geben müssen (1:2, 3:5). Und trotzdem kommt der Erfolg der Floorball Riders nicht so überraschend. Denn während die Laupnerinnen auf ihre vierte NLA-Saison hin eher an Tiefe im Kader verloren, konnte der Lokalrivale personell sogar aufrüsten. Die Forderung von Riders-Coach Florian Fauser, «mehr Siege einzufahren», scheint also durchaus insgesamt realistisch.
Schon weiter als letzte Saison
12 der 13 Qualifikationsspiele verloren sie nämlich noch in der letzten NLA-Meisterschaft, bis zu den erfolgreichen (aber auch bedeutungslosen) Playouts gegen Frauenfeld (3:0). Und dennoch: Die Floorball Riders sind nach dem Derbyerfolg über Laupen nach drei Spieltagen also schon weiter. (zo)

