Mehr Einträge in die Geschichtsbücher sind wohl nicht mehr möglich. Zuerst wurde das Kilchberger Schwinget von 2020 um ein Jahr verschoben. Dann musste die Zuschauerzahl von 15000 auf 6000 heruntergeschraubt werden, und wäre das nicht schon genug Geschichte, jubeln nach einem spannenden, fast nervenzerreissenden Tag gleich drei Sieger auf den Schultern ihrer Kameraden.
Die 60 Schwinger zeigten den 6000 zertifizierten Zuschauer hochstehende Schwingerkunst. Nur schon die Qualifikation an diesen Grossanlass ist mehr als nur zufällig. Ein weiter Weg und viele gute Resultate sind dazu nötig. Am Tag dann auch noch vorne mitzuhalten, gelingt nur wenigen. Fabian Kindlimann und Roman Schnurrenberger vom Schwingklub Zürcher Oberland schafften es nicht.
«Natürlich habe ich mir mehr erhofft. Meine Leistung ist nicht als schlecht zu bezeichnen.»
Fabian Kindlimann, Fischenthal
Kindlimann startete mit einem Sieg über Reto Nötzli. Dann folgten zwei Remis gegen Fabian Staudenmann und Michael Ledermann. Ein weiterer Sieg gegen Mike Müllestein brachte den Fischenthaler nochmals Richtung Spitze. Dann folgten aber eine Niederlage gegen Florian Gnägi und ein weiteres Remis gegen Remo Vogel. Kindlimann beendet das Fest auf dem zwölften Schlussrang. «Natürlich habe ich mir mehr erhofft. Meine Leistung ist nicht als schlecht zu bezeichnen. Immerhin konnte ich den späteren Festsieger stellen, aber für mehr reichte es aus verschiedenen Gründen nicht.»
Schnurrenberger, welcher gerade aus zwei Wochen Quarantäne zurückkam, musste gar nach vier Kämpfen unter die Dusche. Das heisst die Punkte reichten nach vier Durchgängen nicht, um am Ausschwingen teilzunehmen. Nach je zwei Remis und Niederlagen klassierte sich der in Dussnang lebende Sternenberger auf Platz 24.

