«Das Radcross Illnau ist das erste Rennen in der Region und eröffnet somit die Saison im Zürcher Oberland.» Dieser Satz steht auf der Website des Radcross Illnau – und eigentlich verkauft sich der Anlass damit unter Wert. Viele Jahre lang war die Aussage völlig korrekt. Nun aber müsste der Werbeslogan der Organisatoren für das Rennen vom 26. September eigentlich lauten: In Illnau geht die Schweizer Quersaison los.
Bisher begann diese im Normalfall jeweils Mitte September in Baden. Seit 2011 figurierte das «Süpercross» im Kalender, es war bis auf eine Ausnahme jeweils auch der Startschuss zur EKZ-Crosstour. Doch die gibt es nach dem Ausstieg des Hauptsponsors nicht mehr – das und die Rahmenbedingungen in der Pandemie führten zur Absage des Rennens in Baden. Und damit markiert Illnau nach der pandemiebedingten Absage 2020 nun den Saisonauftakt. Zum neunten Mal findet das Rennen statt.
Einzelkämpfer im Vorteil
Für Beat Brüngger, den OK-Präsidenten des Rennens in Illnau, ist das Ende der Crosstour bedauerlich. «Es ist schade für die Szene, es gibt wieder weniger Rennen», sagt er. «Gerade für jüngere Fahrer wären Startgelegenheiten in der Schweiz wichtig.»
Einen direkten Einfluss auf das Cross in Illnau hat das aber nicht. Denn während Veranstalter, die ihre Anlässe zuvor unter dem Crosstour-Dach durchgeführt hatten, sich nun neu organisieren und vor allem auch finanzieren müssen, können die Illnauer als «Einzelkämpfer», wie es Brüngger nennt, auf ihr bewährtes Konzept zurückgreifen, quasi einfach weitermachen wie bisher. Illnau tut das auch – und kann dabei auf seine bisherigen Sponsoren zählen. Die Pandemie hat diesbezüglich keine Spuren hinterlassen.

