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Der Letzte ist nun der Erste

Am Sonntag findet nach zweijährigem Unterbruch der Pfäffikersee-Lauf statt. Mit ihm endet nicht nur die Saison des Züri-Lauf-Cups. Er ist vor allem der erste Lauf der Serie, der wieder unter weitgehend normalen Umständen ausgetragen wird.   

Der letzte Pfäffikersee-Lauf im Jahr 2019 fand bei besten äusseren Bedingungen statt., Amtet als OK-Chef: Sacha Stermcnik.

Foto: PD

Der Letzte ist nun der Erste

Einiges ist etwas anders. Das Start- und Zielgelände befindet sich für einmal auf dem RiAG-­Areal in Wetzikon. Garderoben und Duschen stehen nicht zur Verfügung. Vor allem sollten die Läuferinnen und Läufer aber etwas mehr Zeit einberechnen. Nicht Geimpfte können sich nämlich direkt vor Ort für einen möglichen Start am Pfäffikersee-Lauf noch testen lassen.

Denn klar ist: Ohne ein gültiges Zertifikat ist kein Start möglich. Ein farbiges Bändeli ums Handgelenk der Sportlerinnen und Sportler gibt den Veranstaltern hierbei die Sicherheit, dass untereinander nicht noch Startnummern weitergegeben werden.

«Wir haben etwas mehr Aufwand», sagt Sacha Stermcnik von der organisierenden Leichtathletik-Vereinigung Zürcher Oberland (LVZO). Doch diesen nehmen der OK-Chef und sein Team gerne auf sich, um die 42. Ausgabe nach zweijährigem Unterbruch wieder durchführen zu können.

Alle Altersklassen im Programm

Der Pfäffikersee-Lauf ist eigentlich die elfte und letzte Station der beliebten Züri-­Lauf-Cup-Serie. Nur: Acht der elf Rennen mussten Corona-bedingt ganz abgesagt werden. Derweil gab es für den Zürich Marathon (Virtual run!) und den Greifenseelauf («The Special One II») zumindest jeweils ein Alternativmodell.

Bei letzterem Wettkampf konnte man so während vier Tagen nach freier Slot-Wahl individuell teilnehmen. Kleinere, auf zumindest zwei Tage verteilte Laufblöcke –  das ist für die Macher der LVZO kein Thema ­gewesen. «Das kann unser Verein nicht stemmen», sagt Stermcnik.

Für den Pfäffikersee-Lauf in quasi klassischer Form gab es Ende August aber schliesslich doch noch grünes Licht für eine Austragung – unter weitgehend normalen Umständen. Nach einer Veranstaltersitzung mit der namensgebenden Hauptsponsorin.

Wichtig dabei: Sämtliche Alters­klassen bleiben im Programm. «Ganz oder gar nicht», das ist das Motto von Stermcnik und seinen Helfern. «Wir machen beim LVZO Nachwuchsförderung. Dann sollen die Jungen ebenso laufen können», betont er. Wie bereits 2019 kann auch wieder eine Gruppe von Personen mit Autismus in einer eigenen Kategorie und auf einer verkürzter Strecke teilnehmen.

Tiefere Anmeldezahlen

Insgesamt fast 2000 Läuferinnen und Läufer starteten vor zwei ­Jahren am Pfäffikersee-Lauf, als Christian Mathys und Petra Kurikova bei besten äusseren Bedingungen als Schnellste ins Ziel kamen. Teilnehmerzahlen in dieser Grössenordnung dürften am Sonntag nicht realistisch sein. Bis Mitte Woche hatten sich rund 500 Personen angemeldet.

«Es gibt sicher Leute, die Angst haben, oder wegen der Zertifikatspflicht nicht kommen.»

Sacha Stermcnik, OK-Präsident Pfäffikersee-Lauf

«Es gibt sicher Leute, die Angst haben, oder wegen der Zertifikatspflicht nicht kommen», sagt Stermcnik. Doch immerhin: Kurzentschlossene können sich bis fünf Minuten vor dem Start noch online anmelden. Der OK-Chef rechnet trotzdem nicht, dass die 1000er-Grenze am Sonntag überschritten wird. 

Die vergleichsweise tiefen Zahlen sind keine Überraschung. Auch bei den anderen, wenigen durchgeführten Läufen war ein deutlicher Rückgang erkennbar. Der vom April in den September verlegte Luzerner Stadtlauf verzeichnete beispielsweise kürzlich rund 5000 Läufer. Zwei Jahre zuvor hatten sich noch rund 13600 Startende auf die Strecke begeben.

Trotz deutlich tieferen Teilnehmerzahlen: Die Durchführung des Pfäffikersee-Laufs ist ein positives Omen. 2020 war im Rahmen des Züri-Lauf-Cups nur der Dietiker Neujahrslauf im Januar durchgeführt worden und hinterher alles abgesagt worden. Jetzt, über 20 Monate später, wird das letzte Rennen im Jahreskalender wieder regulär durchgeführt. 

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