Sport

Gesucht wird der Schnellste – und der Held des Oberlands

Der Berglauf-Cup findet auch in diesem Jahr statt. Allerdings erneut nicht in der Original-Variante, sondern in virtueller Form. Dabei werden nicht nur Gesamtsieger, sondern auch die ausdauerndsten Teilnehmer gesucht.

Beliebter Berglauf-Cup: Teilnehmer unterwegs aufs Hörnli im Sommer 2018.

Archivfoto: Christian Merz

Gesucht wird der Schnellste – und der Held des Oberlands

Jens-Michael Gossauer und Nadja Kehrle dürfen ihre Titel noch ein Jahr länger behalten. Sie gewannen 2019 die Gesamtwertung des traditionsreichen 5-Tage-Berglauf-Cups im Oberland. Die 35. Auflage war es damals. Und bis die 36. ausgetragen wird, geht es sicher noch ein Jahr länger.

Die Organisatoren aus den Reihen des Skiclubs am Bachtel entschieden sich, dieses Jahr noch einmal eine digitale Variante durchzuführen. «foif digital» heisst das Konzept, das bereits im letzten Jahr zur Anwendung kam und nun ab dem 14. August erneut den Originallauf ersetzt.

Der Entscheid fiel dem Organisationskomitee um Präsident Martin Zisler nicht leicht. «Die Frage, ob Veranstaltungen derzeit vertretbar sind oder nicht, polarisiert extrem», schreiben die Organisatoren. Gut möglich, dass der Entscheid auch nicht überall auf Verständnis trifft, zumal da und dort auch Breitensportanlässe organisiert werden, die grösser sind als der Berglauf-Cup mit seinen jeweils gut 400 Teilnehmern.

Mangelnde Planungssicherheit habe zum Entscheid geführt, schreiben die Organisatoren. Zudem haben sie mit «foif digital» im letzten Jahr gute Erfahrungen gemacht. 146 Läuferinnen und Läufer machten damals mit.

Näher am Original

Die Rahmenbedingungen bleiben dieselben: Wer mitmachen will, braucht ein Konto bei der Fitness-Plattform Strava und kann sich dann auf der Website 5digital.ch anmelden. Gelaufen wird zwischen dem 14. August und dem 7. September auf den fünf Originalstrecken. Jede ist für zwei Wochen offen – die Termine wurden aber im Gegensatz zu 2020 nun so gestrafft, dass man alle Etappen innerhalb einer Woche laufen kann.

«Dadurch ermöglichen wir den ambitionierten Athleten ein Gefühl nah an der Originalvariante», schreiben die Organisatoren. Wer will, kann die Etappen allerdings auch in grösserem Abstand, anderer Reihenfolge – oder gleich mehrfach absolvieren, dann zählt einfach das beste Resultat.

Etappen und Zeitfenster

1. Etappe: Wald–Farneralp (5,3 km/516 Höhenmeter)
14. bis 28. August

2. Etappe: Bauma–Sonnenhof (4,2 km/302 Höhenmeter)
17. bis 31. August

3. Etappe: Steg–Hörnli (4,7 km/407 Höhenmeter)
19. August bis 2. September

4. Etappe: Wernetshausen–Bachtel (3,6 km/364 Höhenmeter)
21. August bis 4. September

5. Etappe: Kempten–Rosinli (3,9 km/241 Höhenmeter)
24. August bis 7. September

In die Cup-Wertung – auch das nahe am Original – kommen die besten vier Etappen. Im letzten Jahr setzten sich der Bertschiker Stephan Wenk (mit neun Gesamtsiegen Rekordhalter des klassischen Berglauf-Cups) sowie Franziska Kupper aus Wildberg durch.

Die Titelverteidiger sind am Start

Die beiden stehen auch nun wieder auf der Startliste – genau wie bereits etwas über 100 andere Teilnehmer. Um materielle Preise geht es nicht, sondern um virtuelle «Foifer», die es nicht nur in der Gesamtwertung, sondern auch pro Etappe zu gewinnen gibt.

Und nicht nur die Schnellsten, sondern auch die Ausdauerndsten werden ausgezeichnet: Wer die meisten Etappen absolviert, darf sich Züri-Oberland-Held nennen. Diesen Titel holte sich letztes Jahr Jürg Fehr aus Stäfa mit zehn gelaufenen Etappen.

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