Sauber nutzt eine grosse Chance nicht - und bekommt doch einen Punkt geschenkt
Mit einem speziellen Aufkleber auf den Autos gratulierte Alfa Romeo am Nationalfeiertag den Schweizer Medaillengewinnern an den Olympischen Spielen. Und nach einer Runde sah es ganz danach aus, als könnte der Hinwiler Rennstall am Ende des Rennens auch Gratulationen für WM-Punkte entgegennehmen.
Doch am Ende blieb Kimi Räikkönen (11.) und Antonio Giovinazzi (14.) doch wieder nur das Nachsehen – vorerst . Fünf Stunden nach Rennende wurde der zweitplatzierte Sebastian Vettel disqualifiziert und Räikkönen erbte als Zehnter doch noch einen WM-Punkt, den dritten der Saison.
In der WM-Wertung verlor das Team dennoch einen Rang und ist nun Neunter, nachdem die Nicolas Latifi (7.) und George Russell (8.) dem Williams-Team gleich zehn Punkte bescherten – die ersten Punkte seit ziemlich genau zwei Jahren notabene . Nun liegt nur noch das punktelose Haas-Team hinter den Hinwilern.
Startcrash zieht Abbruch nach sich
Die Chance, die Williams letzlich nutzte und Sauber nicht, entstand dadurch, dass nur 14 Autos ins Ziel kamen. Gleich sechs Piloten fielen aus. Fünf davon in der Startrunde nach einer von Mercedes-Pilot Valtteri Bottas ausgelösten Karambolage in der ersten Kurve, die einen Rennabbruch nach sich zog.
Den Neustart nahm Räikkönen als Neunter in Angriff, Giovinazzi als 14. Und eigentlich, so dachte man, war es nur eine Frage der Zeit, bis die Sauber-Piloten am im Startchaos nach vorne gerutschten Williams-Duo vorbeiziehen würden.
Die Punkte verschenkt
Aber das Team verteilte Geschenkte: Beide Fahrer kassierten Zehn-Sekunden-Strafen: Räikkönen, weil ihn das Team beim Boxenstopp zum dümmsten Zeitpunkt losschickte und er Haas-Pilot Nikita Masepin touchierte (und dessen Aufhängung so zerstörte, dass der Russe aufgeben musste). Und Giovinazzi, weil er in der Boxengasse zu schnell fuhr.
So schien das Rennen um die Punkte früh verloren. Räikkönen kämpfte sich immerhin noch auf Rang 11 vor, Giovinazzi hingegen schaffte es nicht einmal am Haas von Mick Schumacher vorbei und wurde Letzter.
Ocons Sieg, Hamiltons Aufholjagd
Das chaotische Rennen endete mit dem sensationellen Sieg von Esteban Ocon. Der Franzose gewann im Alpine vor Lewis Hamilton und Ferrari-Pilot Carlos Sainz. Sebastian Vettel, der ursprünglich Zweiter geworden war, wurde disqualifiziert, weil sein Aston Martin im Ziel zu wenig Benzin im Tank übrig hatte.
Hamilton, der zwischenzeitlich Letzter war, zeigte eine starke Aufholjagd und nahm Max Verstappen die WM-Führung wieder ab. Der Holländer schleppte seinen nach der Startkarambolage arg ramponierten Red Bull noch auf Rang 9.

