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Sport

Bereit für den Coup im Mutterland

Die Ustermer Nils Stump und Fabienne Kocher kämpfen als einzige Schweizer Judokas an den Olympischen Spielen in Tokio.

Der Schweizer Nationaltrainer Alexej Budolin schaut im Hin­tergrund bereits etwas streng. ­Gerne würde er mit seinen Judokas das Aufwärmprogramm in Angriff nehmen, während Nils Stump und Fabienne Kocher im Dojo des Nationalen Leistungszentrums in Brugg noch geduldig für Foto- und Videoaufnahmen posieren.

Die beiden Athleten des JC Uster sind die einzigen Schweizer Judokas, die es an die Olympischen Spiele geschafft haben. Es ist der Tag vor der ­Abreise nach Tokio.

Dass ausgerechnet im Mutterland des Judos bei diesem Grossanlass keine Zuschauer zugelassen sind, bedauert Kocher. Sie weiss aus Erfahrung, dass die Emotionen auf den Rängen hoch zu und her gehen können. «Und doch wird es für uns Judokas etwas Einzigartiges», sagt die Riedikerin.

Dabei musste die 28-Jährige lange um ihre Selektion ­bangen. Nach WM-Bronze in ­Budapest dauerte es rund einen Monat bis zum definitiven Entscheid (siehe Box). «Ich ver­suchte, nicht daran zu denken. Und die Situation zu überspielen. Aber eine gewisse Grundspannung ist halt immer geblieben», sagt Kocher.

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Ihr Michael Kaspar, Chefredaktor

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