Im Normalfall stünde Dominik Peter kurz vor seinem ersten Ziel des Sommers. Doch der Auftakt zur Grand-Prix-Saison im polnischen Wisla geht am kommenden Wochenende ohne den Fischenthaler über die Bühne. Womöglich verpasst der Weltcup-Skispringer sogar die ganze Sommersaison. Nach seiner im Mai erlittenen Knieverletzung ist an Sprünge noch nicht zu denken.
Gut acht Wochen ist es her, seit der Meniskus in Peters linkem Knie zusammengenäht wurde. Beim Krafttraining in der Spitzensport-RS hatte er ein Zwicken im Knie verspürt, die Diagnose war niederschmetternd. «Innen- und Aussenmeniskus waren von links bis rechts zersplittert und ausgefranst», sagt Peter. Eine Verletzung, die man womöglich nicht operiert hätte, wäre er nicht Spitzensportler. Aber Skispringer belasten ihre Knie stark – bei der Landung vor allem, aber auch beim Absprung.
Deshalb kommt eine allzu frühe Rückkehr auf die Schanze für Peter nicht infrage. Und das, obwohl der Arzt mit ihm sehr zufrieden ist. «Er sagte mir, er habe noch nicht oft sieben Wochen nach der Operation ein so schönes Knie gesehen», berichtet der Fischenthaler. Noch immer befindet er sich im Reha-Training, in drei bis vier Wochen dürfte er wieder normal trainieren können. Bis er aber wieder auf die Schanze darf, wird es wohl Ende August werden.
«Ich war auch im Kopf brutal müde.»
Dominik Peter

