Dass der 10-minütige Schlussgang gestellt endete, war keine eigentliche Überraschung. Mit fünf Siegen in Folge hatte sich der Fischenthaler Fabian Kindlimann in eine so gute Ausgangslage gebracht, dass ihm ein Remis gegen seinen Klubkollegen Roman Schnurrenberger zum Festerfolg beim Bachtel-Schwinget mit 58,25 Punkten reichte.
Er habe nichts riskieren wollen, sagte der rund 130 kg schwere Kindlimann nach seinem bereits dritten Sieg nach 2012 und 2017 auf dem heimischen Kulm zu seiner Taktik.
Und der 30-jährige Routinier ist bekanntlich ein bewährter Defensivstratege, der nahezu gegen jeden Kontrahenten für eine Patt-Situation gut ist. Also auch gegen einen Gegner vom Schlage Schnurrenbergers.
Mehrfach versuchte der in Dussnang lebende Sternenberger ihn mit Kurzangriffen zu düpieren. Er konnte den einzigen Eidgenossen im Teilnehmerfeld damit aber nicht in ernsthafte Schwierigkeiten bringen.
«Wenn der Stärkere nicht unbedingt etwas tun muss, kann es einen eher faden Schlussgang geben», sagt Daniel Spörri, der Präsident vom organisierenden Schwingklub Zürcher Oberland (SKZO).

