Bachtel-Schwinget ohne Publikum
Der Entscheid ist gefallen: Der auf den 11. Juli angesetzte Bachtel-Schwinget findet statt. Das hat das OK des organisierenden Schwingklubs Zürcher Oberland (SKZO) unlängst bestimmt. Ein Verschiebedatum wie in anderen Jahren gibt es für den Traditionsanlass nicht.
Die bisher letzte Austragung hatte 2018 der mittlerweile zurückgetretene Daniel Bösch für sich entschieden. 2020 Jahr fiel das Fest der Pandemie zum Opfer.
Entgegen der ursprünglichen Absicht findet der Bachtel-Schwinget heuer doch auf dem Kulm statt. Oder wie es Daniel Spörri formuliert: «Wir gehen auf den Bachtel.»
Noch Ende April war der SKZO-Präsident davon ausgegangen, aufgrund der Coronamassnahmen das Fest an einem Ort zu veranstalten, an dem die Platzverhältnisse nicht so beschränkt sind wie auf dem Oberländer Hausberg.
Die Suche nach einem geeigneten Gelände – beispielsweise eine Schulanlage – erwies sich allerdings als zu schwierig. Die Auflagen sind allerorts gross. Die Umsetzung des Schutzkonzeptes komplex.
«Es tut mir natürlich für die Zuschauer leid. Wir wollen den Sport in den Vordergrund stellen. Uns liegt es am Herzen, dass die Schwinger ihn wieder ausüben können.»
Daniel Spörri, Präsident Schwingklub Zürcher Oberländer
Letztes Endes entschied sich das OK für einen schmerzhaften Schritt, um die Organisation möglichst einfach zu halten und damit den Anlass sicher durchführen zu können. Der Bachtel-Schwinget wird ohne Publikum stattfinden.
«Es tut mir natürlich für die Zuschauer leid», sagt Spörri, der darauf hofft, dass die treuen Festbesucher den Beschluss nachvollziehen können. «Wir wollen den Sport in den Vordergrund stellen. Uns liegt es am Herzen, dass die Schwinger ihn wieder ausüben können.»
Klar ist: Ohne Zuschauer und Festwirtschaftseinnahmen fehlen dem SKZO wichtige Einnahmen. Beim Verband kann er finanzielle Unterstützung beantragen: Pro Rangschwingfest zahlt dieser pauschal 2000 Franken aus. (ome)

