Mehr als ein Jahr ging bei den Springreitern fast nichts – nun herrscht dafür ein Überangebot vor Olympia. Für den im Einzel wie im Team gesetzten Europameister Martin Fuchs heisst das: Rom, St. Gallen, La Baule, Windsor, Knokke, bevor es in die Quarantäne geht.
Entsprechend schwierig war die Entscheidung, welches Pferd wo an den Start geht. Und so kam es aus St. Galler Optik zu einer Enttäuschung: Clooney, das Schweizer Springpferd schlechthin, fehlt dieses Wochenende am CSIO. Fuchs bedauert das: «Ich würde am liebsten alle Höhepunkte mit Clooney reiten.» In Rom letzte Woche belegte das Duo Platz 6, vor Tokio wird er den Wallach noch zweimal reiten, in Windsor und Knokke. «Ein dritter Start wäre so kurz vor Olympia zu viel gewesen.»
Zum dritten Mal hintereinander hat der Bietenholzer einen Teil des Winters in Florida verbracht, wo die Topshots über Monate jedes Wochenende Wettkämpfe bestreiten können. Als das equine Herpesvirus in Spanien ausbrach, sei der Schreck erst gross gewesen: «Als die Neuigkeit verbreitet wurde, war die Angst in den ersten Tagen viel grösser als bei Corona. Die Organisatoren haben aber sofort extreme Massnahmen getroffen, und es gab keine Fälle.»
«Ich frage mich seit fünf Monaten, wie ich wieder zu so viel Selbstvertrauen komme.»
Martin Fuchs

