Sie hatte als einzige Spielerin im Ustermer Sportcenter Blue Point ein Heimspiel. Und überzeugte. Sämtliche vier Partien entschied Milena Schnider für sich. Das Meisterstück gelang ihr dabei am Sonntag gegen die favorisierte Ukrainerin Maryna Ilyinskaya, die sie zum ersten Mal überhaupt in vier Sätzen bezwang. «Ich konnte ihr hohes Tempo mitgehen und das Spiel selbst gestalten. Das freut mich ganz besonders», sagte die Ustermerin.
Nur wenig später war die Titelverteidigung des BC Uzwil nach dem 6:2-Finalerfolg über das Team Argovia perfekt. Von einem vermeintlich einfachen Sieg wollte Schnider aber nichts wissen. «Unser Team zeigte eine gute Leistung. Doch der Match hätte auf beide Seiten kippen können», betonte sie. Und tatsächlich war das St. Galler Team zunächst sogar 0:2 zurückgelegen.
Dass die Playoffs mit den besten vier Badminton-Klubs überhaupt in Uster und damit auf neutralem Terrain stattfanden, war der Corona-Situation geschuldet. Zuschauer waren keine zugelassen, sodass die Fans via Livestream mitfiebern mussten.
Für Schnider war es der erste NLA-Final überhaupt – nervös trat die 19-Jährige deshalb aber keineswegs auf. Im Gegenteil: Schon am Samstag holte sie im Halbfinal beim 6:1 über Yverdon mit ihrem Einzel-Sieg den entscheidenden fünften Punkt.
Ein weiteres wichtiges Puzzleteil beim vierten Uzwiler Meistertitel in der Klubgeschichte war das Frauendoppel mit Schnider und ihrer holländischen Partnerin Cheryl Seinen.

