Schon im EM-Vorfeld erklärte Riccardo Rancan den Knock-Out-Sprint als die auf ihn zugeschnittene Disziplin.
Der 24-Jährige von der OLG Pfäffikon wollte im Wettkampf Läufer gegen Läufer gambeln, seine Schnelligkeit ausspielen und mit gewagten Routen aufwarten. Zusammen mit dem norwegischen Favoriten Kasper Fosser setzte er seine Pläne im Final um, pokerte zum neunten Posten mit einer schnellen Route und passierte diesen und die Zielpassage als Zweiter für die abschliessende Runde.
Der Druck von hinten war gross, beim zweitletzten Posten war wieder alles offen. Da allerdings verliess sich Rancan auf seine Strategie – er hatte die Schlussrunde bereits vorbereitet – derweil der nachmalige Europameister Matthias Kyburz eine entscheidende Route auspackte um eine Sekunden raubende Wende bei der Kontrolle zu Gunsten eines etwas längeren Weges zu vermeiden.
«Es ging um Medaillen, und wenn man die so knapp verpasst.»
Riccardo Rancan
Rancan: «Ich habe das realisiert, wollte aber meinen Plan nicht ändern.» Der Ustermer sprintete schlussendlich hinter den Teamkollegen Kyburz und Hadorn sowie Fosser als Vierter ins Ziel.

