Noch drei Monate bleiben bis zu den Sommerspielen in Tokio. Und immerhin elf Schweizer Athleten, darunter auch die Ustermer Ruderin Jeannine Gmelin, sind bereits qualifiziert.
Umso erstaunlicher: Das Selektionskonzept der Sportart BMX fehlt auf der Website von Swiss Olympic. «Es ist nicht ganz einfach. Uns fehlen die Angaben vom UCI», sagt Alexander Wäfler, Leiter Medien von Swiss Olympic. Man sei aber mit dem Dachverband der nationalen Radsport-Verbände und Swiss Cycling im Kontakt. Und: «Wir gehen davon aus, bald Klarheit zu haben.» Es ist zu hoffen.
Als Nummer 9 im BMX-Weltranking spricht auch einiges für den Mönchaltorfer Simon Marquart. Zumal die Schweiz als Vierte im UCI-Nationenranking sogar zwei Quotenplätze zur Verfügung hat. Nur: Die gute Position allein dürfte ihm für eine Reise nach Japan nicht reichen. Ein Top-8-Platz bei einem Weltcup – und damit ein Finalplatz – ist gefordert, um sich für Olympia zu qualifizieren. Und dieser fehlt ihm.
Die Krux: Seit Februar 2020 fand überhaupt kein Weltcup mehr statt. Marquart klassierte sich damals in Australien auf den Rängen 24, 34 und 9 – das ist zu wenig. Dafür brachte sich Renaud Blanc hinter dem Weltranglistensechsten David Graf in die Poleposition. Der Genfer, im Ranking nur auf Platz 22 geführt, schaffte den benötigten Finaleinzug im Weltcup und wurde in Down Under einmal Fünfter.

