Das Unheil kam vor knapp zwei Wochen ohne Vorwarnung. In einem Eintagesrennen der zweithöchsten Kategorie in Frankreich passierte es, 15 Kilometer vor dem Ziel.
Lukas Rüegg fuhr im Hauptfeld und bereitete sich auf die letzte Steigung vor, als der Konkurrent hinter ihm in sein Hinterrad stürzte und Rüegg mitriss. «Ich stürzte ungebremst und unkontrolliert», sagt der Madetswiler, der für das Continental-Team Swiss Racing Academy fährt.
Die Folgen des Sturzes sind nicht nur schmerzhaft, sondern auch von grosser Tragweite. Trümmerbruch des rechten Schulterblatts, fünf gebrochene Rippen, drei davon doppelt – das nimmt Rüegg alle Chancen auf eine Teilnahme an den Olympischen Spielen in Tokio mit dem Bahnvierer.
Zwar hätte er seinen Platz noch nicht auf sicher gehabt. Er sagt aber klar: «Es war ein Pool von acht Fahrern. Nun sind es nur noch sieben.»

