Einerseits ist er am Ziel, andererseits aber auch noch nicht: Julien Apothéloz hat den dritten Klassenwechsel in drei Jahren hinter sich. Nun fährt der Gockhauser nach je einer Saison in der TCR und in der GT4 erstmals in der GT3-Klasse. Da sind die Autos grösser und die Motoren stärker, die Aerodynamik wird wichtiger.
«Hier gibt es viele Profiplätze, hier haben die Hersteller viel Einfluss», sagt der 20-Jährige. Seine Saison beginnt am Wochenende in Monza. In der GT World Challenge Europe geht der Gockhauser an den Start – in einem Porsche 911 GT3 R des deutschen Teams Allied-Racing. «Das Team wollte mich unbedingt», begründet Apothéloz den Wechsel.
Bemerkenswert ist das vor allem, weil Fahrer wie Apothéloz im Normalfall nicht gross angefragt werden, sondern sich selber ins Gespräch bringen müssen. Er tat das offensichtlich mit seinen Leistungen in der letzten Saison, als er den zweiten Gesamtrang belegte. Der Meistertitel in der ADAC GT4 Germany wurde ihm im letzten Rennen weggeschnappt – von seinem neuen Team.
«Ich habe die GT4-Bühne genutzt, um mich zu zeigen», sagt Apothéloz – und er schiebt gleich nach: «Nun werde ich in der GT3 liefern müssen.» Die Erwartungen an ihn hat er mit guten Resultaten selber hochgeschraubt. Und die Testfahrten stimmen ihn zuversichtlich: «Ich habe mich erstaunlich schnell wohlgefühlt.»

