Nur ganz selten ist er zu sehen. Vor dem Start zum Elite-Rennen an der Radquer-WM im belgischen Ostende werden die Fahrer in der ersten Reihe vorgestellt – Kevin Kuhn aber muss sich mit der zweiten Reihe begnügen. Nur wer ihn kennt, entdeckt ihn.
Dann geht es los. Einmal noch ist Kuhn prominent im Bild, bei der ersten Steigung. Dann liegt der Fokus auf dem Duell an der Spitze.
Das Duell der Dreifach-Weltmeister
Holland oder Belgien? Mathieu van der Poel oder Wout van Aert? Beide haben schon drei Titel gewonnen, beiden wird der Sieg zugetraut, auf dieser brutalen Strecke am Strand mit (künstlichen) steilen Anstiegen und teilweise tiefem, lockerem Sand. Er lässt die Fahrer zu Läufern werden, sorgt für den Bruch im Rhythmus, immer wieder, acht Runden lang.
Packend ist das Duell an der Spitze. Van der Poel und Van Aert ziehen früh auf und davon – und alsbald scheint es, als besässe Van Aert die besseren Karten. Im Sand setzt er sich ab, distanziert den Holländer um 15 Sekunden. Doch dann erleidet der Belgier einen Plattfuss, was Van der Poel erlaubt, ihn nicht nur einzuholen, sondern quasi stehenzulassen.

