Hundschopf, Minschkante, Brüggli-S, Langentrejen, Haneggschuss, Österreicherloch, Ziel-S: Die Namen der Streckenabschnitte am Lauberhorn lösen bei vielen Ski-Fans dieser Tage wohl wehmütige Gefühle aus. Für Gilles Roulin sind sie mit einigen seiner besten Resultate im Weltcup verbunden.
Stets fuhr er in Wengen in die Punkte, 2019 wurde er gar Zehnter. Für Aufsehen sorgte der Grüninger letztes Jahr in der Kombination mit dem zweiten Zwischenrang nach der Abfahrt. Schneller war damals nur Matthias Mayer, der Abfahrts-Olympiasieger von 2018.
Noch keine Punkte auf dem Konto
Doch dieses Jahr ist so vieles anders. Am Lauberhorn finden keine Rennen statt, was Roulin bedauert, weil für ihn «das lässigste Rennen im Jahr gestrichen wird». Es tue ihm leid für alle Beteiligten, die sich «viel Mühe gaben, den Anlass unter erschwerten Bedingungen durchzuführen», sagt der 26-Jährige.
Anders ist aber auch sein Saisonverlauf: Eine Abfahrt und zwei Super-G hat er bisher bestritten. Die Bilanz: Keine Weltcuppunkte, ein 31. Rang in der Abfahrt von Val Gardena am 19. Dezember als Bestresultat. In seinem vierten vollen Weltcup-Winter droht Roulin ausser Rang und Traktanden zu fallen – und von der internen Konkurrenz überholt zu werden.

