Das seit mehr als 130 Jahren durchgeführte Eidgenössische Feldschiessen geht in diesem Jahr in anderer Form über die Bühne. Während es bisher ein schweizweit gemeinsames Feldschiessen-Wochenende gab, wird der Traditionsanlass heuer wegen der Corona-Pandemie bis Ende September dezentral auf Vereins- und Bezirksebene ausgetragen. Dies in eher bescheidenem Rahmen und mit Massnahmen, die das Schutzkonzept von Swiss Shooting vorsieht, was für die Organisatoren ein Erschwernis ist.
Hauptschauplatz am letzten Wochenende war die grosse Schiessanlage Mühleholz in Uster. Hier waren sechs Bezirksvereine im Einsatz. Im Vorfeld hat vor allem die Schützengesellschaft Uster mit Pistolenobmann Peter Eltschinger die Initiative ergriffen und sich in Koordination mit dem Bezirksschützenverein für einen gemeinsamen Auftritt möglichst vieler Bezirksvereine an einem Wochenende eingesetzt.
Laut Eltschinger lief das gemeinsame Feldschiessen erfolgreich ab: «Das Schutzkonzept wurde strikte eingehalten. Der Ablauf wurde so organisiert, dass die Abstände im Schiessstand eingehalten werden konnten.» Wartezeiten waren trotz diesen Umständen kaum auszumachen. Und eine Festwirtschaft gab es in Uster nicht.
Kein Vergleich möglich
Auf den Schiessplätzen Egg-Vollikon, Hard-Gutenswil und Maur waren über das gleiche Wochenende weitere sechs Bezirksvereine am Feldschiessen. Vier Vereine haben ihr Feldschiessen bereits zu einem früheren Zeitpunkt abgehalten. Verschiedene Vereine sind bestrebt, noch weitere Schiesstage während ihrer Trainings anzubieten. Bis Sonntag waren insgesamt 537 Teilnehmer auf sechs Anlagen im Bezirk Uster zu verzeichnen. 352 mit dem Armeegewehr und 185 mit der Armeepistole absolvierten das 18-schüssige kommandierte Programm.

