Dieses T-Shirt muss man erst einmal besitzen. Und zwar nicht als Fan-Artikel, sondern als Arbeitskleid. Der Ustermer Judoka Simon Schnell trägt es seit dem 1. Dezember 2018. Damals übernahm er beim Deutschen Judo-Bund den Job als hauptamtlicher Athletiktrainer für das Olympia- und Perspektivkader.
Es war ein steiler Einstieg ins Metier für einen, der seinerzeit erst 25 Jahre alt war. «Ich hätte keinen schöneren Job als Trainer erhalten können», betont er. «Frisch nach dem Masterabschluss» konnte er direkt die besten Judokas Deutschlands betreuen.
«Im Kraftraum kann jeder stark werden. Aber wissen, wie man das Krafttraining spezifisch für die eigene Sportart einsetzt – das ist die Crème de la Crème.»
Simon Schnell
Die Stelle war 2018 neu geschaffen worden. «Sie wurde ausgeschrieben und nach einem klassischen Bewerbungsverfahren vergeben», blickt Schnell zurück. Dabei konnte er auf gewichtige Unterstützung zählen: Frank Wieneke, Olympiasieger 1984 und Olympiazweiter 1988 sowie langjähriger Judo-Bundestrainer, legte ein gutes Wort für ihn ein. Im Stil von: «Wenn wir schon einen Eigenen haben, dann wäre er doch die ideale Besetzung.»
Simon Schnell, der einen Teil seiner Ausbildung zum Athletiktrainer bei Wieneke absolviert hatte, brachte sämtliche Voraussetzungen mit: Er war selbst Spitzensportler im Judo (beim JC Uster und im Schweizer Nationalkader), und er hatte die Sporthochschule Köln mit Bachelor und Master (zum Thema Trainingswissenschaften und Coaching) abgeschlossen.

