Nach dem St. Moritzer White Turf-Meeting fand am 10. März noch die Saisonpremiere in Avenches statt, danach war Schluss. Insgesamt 22 Renntage in Avenches, Fehraltorf, Dielsdorf, Aarau und Frauenfeld fielen der Zwangspause zum Opfer. Da die Pferde nicht laufen durften, gab es keine Preisgelder für ihre Besitzer und auch die prozentual beteiligten Trainer, Reiter und Verbände gingen leer aus. Vor allem aber werden die Wetteinnahmen, von denen namentlich Avenches lebt, 2020 deutlich kleiner ausfallen als budgetiert.
Das zwingt die Organisatoren zu sparen. Im Vergleich zum Ausland, wo die Dotationen teilweise halbiert wurden, fallen die Kürzungen in der Schweiz allerdings moderat aus. So wird in Avenches bei den Rennen mit einem Preisgeld bis zu 9000 Franken, also dem Basissport, lediglich sechs Prozent abgezwackt. Im Gegenzug wurden mit dem Prix du Président und dem Grand Prix d’Avenches die zwei höchstdotierten Rennen ersatzlos gestrichen, was die Schweizer Aktiven jedoch nicht allzu stark trifft, da in der Regel die meisten Preisgelder dieser Rennen ins Ausland überwiesen werden.
Zusatzrenntag in Dielsdorf
Ab Mitte Juni geht es nun wieder los mit «Geisterrennen», an denen nur die Direktbeteiligten auf der Bahn anwesend sein dürfen. Während Avenches sich im Juni und Juli an die ursprünglich vorgesehenen Termine hält und insgesamt zehn Renntage mit hauptsächlich Trabrennen organisiert, wird es in Dielsdorf eine zusätzliche Veranstaltung geben.
Damit die Aktiven nicht bis im Juli warten müssen, stellte der Vorstand des Verbandes Galopp Schweiz zusammen mit dem Rennverein Zürich für den 19. Juni einen reinen Galopprenntag auf die Beine.

