Das Ende war immerhin versöhnlich: 4:0 setzte sich der UHC Uster gegen Sarnen in der Playout-Serie durch, um den Ligaerhalt in der NLA mussten die Ustermer also nicht zittern. «Die Mannschaft hat eine Trotzreaktion gezeigt», sagt Sportchef Michael Reimann, «das spricht für ihre mentale Stärke.»
Doch es ändert eben nichts daran, dass die Ustermer ihr Saisonziel klar verpassten. Eigentlich wollten sie nicht nur einfach die Playoffs erreichen, sondern dies auf einem Rang zwischen 4 und 6 tun. «Ich glaube immer noch, dass wir dafür genug Potenzial im Kader gehabt hätten», urteilt Reimann. Genug Potenzial, aber nicht genug Tore – so kann man seinen Rückblick zusammenfassen.
Das Problem mit der Balance
Ein Blick auf die Statistik untermauert die Analyse: Nur 98 Tore schossen die Ustermer in 22 Qualifikationspartien – das ist (wie in der Vorsaison) der drittschwächste Wert in der NLA. Im September hatte Reimann sich «in der Offensive einen Schritt nach vorn» gewünscht. Nun muss er feststellen: «Die Entwicklung hat in dieser Saison gefehlt.»
Hatte Trainer Mika Heinonen in seiner ersten Saison noch defensiv eine gute Basis gelegt, vermochte er heuer die Torproduktion der Equipe nicht anzukurbeln. «Wir hatten Mühe mit dem Umschalten. Es ist schwierig, die richtige Balance zu finden», sagt Reimann.

