An den Schweizer Tischtennis-Meisterschaften in Rapperswil-Jona holten Céline Reust (Volketswil) und Elias Hardmeier (Rellikon) Silbermedaillen. Bis zu den Halbfinals waren beide auf Kurs. Ihr Ziel: endlich den mehrmaligen Schweizer Meistern Rachel Moret und Lionel Weber den Titel wegnehmen. Reust ging den Final gegen Moret konzentriert und mutig an und gewann den ersten Satz. Fehlte es bis anhin manchmal an der mentalen Stabilität, war Reust heuer ruhig und fokussiert. «Ich habe gut gespielt», analysierte sie, «so gut, dass Rachel doch nervös wurde.»
«Es wäre noch mehr möglich gewesen»
Céline Reust
Moret steht in der Weltrangliste auf Rang 84, rund 200 Ränge vor Reust. Die Favoritin gewann den zweiten und den dritten Satz, Reust entschied den vierten Durchgang nach 4:8-Rückstand noch 12:10 für sich. Moret agierte nun deutlich nervöser, zog aber mit guten Aufschlägen den Kopf aus der Schlinge und gewann den Titel zum achten Male.
«Es wäre noch mehr möglich gewesen», sagt die 22-jährige Reust, «aber ich habe ihre Aufschläge schlecht gelesen und daher blöde Fehler gemacht.» Insgesamt ist sie mit der Medaillenausbeute zufrieden: Vizemeisterin im Einzel und im Frauen-Doppel sowie Bronze im Mixed-Doppel.
Enge Sätze, klares Resultat

