«Es ist schwierig, die Gedanken einzuordnen und darüber zu reden. Denn Mitte Satz bleibt mir die Stimme im Hals stecken.» Simon Zahner steht in der Mixed Zone auf dem Dübendorfer Flugplatz, ausgepumpt, das Gesicht noch voller Dreck.
Kaum verschnaufen kann der Dürntner, nachdem er das letzte Rennen seiner Karriere als 21. beendet hat. Die Emotionen übermannen ihn, doch er probiert sie unter Kontrolle zu halten und doch zu reden, so gut es eben geht.
Die Heim-WM in Dübendorf, sie war auch für Zahner der grosse Saisonhöhepunkt – und die Bekanntgabe seines Rücktritts am Freitag machte das Rennen für ihn noch viel spezieller. Als «Lokalmatador» wurde der 36-Jährige vor dem Start vom Platzspeaker vorgestellt – das Publikum quittierte mit viel Applaus.
Viele waren auch wegen ihm gekommen, seine treusten Fans trugen Rockerjacken mit Zahners Konterfei auf dem Rücken. Sie sahen ein Rennen, in dem der Routinier «noch einmal alles liegenliess, was ich in meinen Beinen, meinen Armen und meinem Kopf fand».
Erst der Kampf, dann der Genuss

